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Neschen-Werk an der Windmühlenstraße wird 2019 abgerissen

Es geht endlich los im Sanierungsgebiet

BÜCKEBURG. Seit zehn Jahren wird um das Städtebausanierungsgebiet diskutiert und beraten. Im kommenden Jahr wird nun endlich begonnen. Was begonnen wird, lesen Sie morgen in Ihrer SZ/LZ oder heute hier:

veröffentlicht am 07.12.2018 um 15:12 Uhr
aktualisiert am 07.12.2018 um 19:40 Uhr

Heute undenkbar: Umgeben von Wohnbebauung liegt das Gewerbegebiet Windmühlenstraße mitten im Petzer Feld. Foto: jp
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
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BÜCKEBURG. Seit zehn Jahren wird um das Städtebausanierungsgebiet diskutiert und beraten. Im kommenden Jahr wird nun endlich begonnen.

Denn die Stadt steht kurz vor dem Abschluss des Kaufs des Neschen-Werks. Die Beschlüsse sind gefasst, die Verträge ausverhandelt, aber noch nicht unterzeichnet. Bereits 2019 soll das Werk abgerissen werden, wenn die Neschen Coating GmbH ihrerseits mit den verbliebenen Betriebsbereichen in den Firmensitz im Gewerbegebiet Kreuzbreite umgesiedelt ist.

„Die Leuchtturmmaßnahme“, sagte der Geschäftsleiter der Baubecon GmbH als Sanierungsträger, Bernd Caffier, als er am Donnerstagabend in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses einen Bericht zum Stand der Dinge um das Gebiet gab. 5,5 Millionen Euro stehen insgesamt für die kommenden Jahre zur Verfügung, um das rund 7,5 Hektar große Gebiet neu zu ordnen, Wohnen und Gewerbe zu entflechten. 2,1 Millionen Euro stehen bereit, sind entweder von Bund und Land, die je ein Drittel als Zuschuss geben, oder von der Stadt in die Haushalte der Vorjahre eingestellt.

Wohin die Reise im Detail letztendlich gehen wird, bleibt auch nach dem Sachstandsbericht offen. Sicher ist nur, dass zunächst die Südseite der Windmühlenstraße, auf der das Neschen-Werk, aber auch die Sonderpostenbörse im alten E-Center liegen, in Angriff genommen werden, so wie es der Ausschuss im vergangenen Jahr beschlossen hat, als er – wieder einmal – über das Sanierungsgebiet beraten hatte. Was mit dem alten E-Center passiert, ob es abgerissen wird und durch Wohnbebauung oder aber einen Neubau der Postenbörse ersetzt wird, so wie es die Postenbörse wünscht, wurde im Ausschuss am Donnerstag nicht weiter diskutiert. Nur so viel: Es müsse entschieden werden.

Was, wann und wie auf der Nordseite passiert, ist noch komplett offen. Ein Umstand, der mehrere Firmeninhaber in die Sitzung getrieben hatte, wo sie ihren Unmut äußerten. Tischlermeister Thorsten Bolte erinnerte in der Einwohnerfragestunde daran, dass seit zehn Jahren „keiner mit uns redet“. Investitionen würden auf die lange Bank geschoben: „Wann bekommen wir Planungssicherheit?“

Der Ausschuss als auch Geschäftsleiter hatte zuvor unisono darauf verwiesen, dass gegen den Willen der Eigentümer nichts passieren werde. Baubereichsleiter Björn Sassenberg verwies auf den Bestandsschutz. Die Stadt werde auf die Anlieger zugehen und mit jedem Eigentümer Gespräche führen. Zum Teil seien diese Gespräche schon geführt worden. Das alles müsse in den weiteren Planungen zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden.




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