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Erneut nächtliche Verwüstungen auf dem Kleinenbremer Sportplatz

Es reicht: Jetzt wollen die Sportler regelmäßig Kontrolle laufen

Kleinenbremen (ly). Randale auf dem Sportplatz: Erneut haben Vandalen die Kleinenbremer Glückauf-Anlage heimgesucht. "Ab sofort werden wir mit drei oder vier Erwachsenen Kontrollgänge machen", kündigt Günter Möller an, Vorsitzender des TuS Kleinenbremen.

veröffentlicht am 31.07.2008 um 00:00 Uhr

Anfangs hatte es so ausgesehen, als hätten die ungebetenen Besucher am Freitag gegen Mitternacht "nur" auf den Tribünen der top gepflegten Anlage gewütet. Später wurde klar, dass sie auch in den Pavillon eingedrungen sind. "Eine Klappe ließ sich leicht aufhebeln", so Möller. "Ausgerechnet diese Klappe - das war Insider-Wissen", vermutet der Vorsitzende. Aus dem Pavillon ließen die Eindringlinge ein angebrochenes 30-Liter-Fass Bier mitgehen, mehrere Flaschen Brause sowie etwa 30 Biergläser, um Letztere an der Böschung am Wald zuzerschlagen. Ebenfalls in blinder Zerstörungswut rissen sie fünf Meter Rohre aus der eisernen Barriere am Spielfeldrand. Vier Kisten Leergut und ungefähr ein Dutzend Flaschen Schnaps, die zurückgeblieben sind, lassen keinen Zweifel, dass jede Menge Alkohol im Spiel gewesen sein muss. Bis etwa 23.30 Uhr lief im Sportheim eine TuS-Fete. Danach, so nimmt Möller an, muss die Randale begonnen haben. Am früheren Freitagabend hatte der Vorsitzende auf dem Parkplatz eine etwa 25-köpfige Gruppe und mehrere Autos beobachtet. Ob es dieselben jungen Leute waren, die später Randale geschlagen haben, kann Möller bestenfalls vermuten. "Ich habe nichts dagegen, wenn sich die Leute treffen", zeigt der TuS-Chef bis zu einer gewissen Grenze Verständnis. "Aber warum muss diese Randale sein? Warum so ausufernd, zügellos und ohne Grenzen?" Mit Vandalismus hat der TuS Kleinenbremen schon mehrfach unliebsame Bekanntschaft gemacht. Vor gut anderthalb Jahren hatte es innerhalb weniger Wochen vier solcher Vorfälle gegeben. Einmal war anschließend der Parkplatz von Glasscherben übersät. Danach kehrte Ruhe ein - trügerische Ruhe.




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