weather-image
22°
×

Es bleibt bei MGV – aus „Männergesangverein“ wird „Möllenbecker Gesangverein“

Es wird nicht stumm im Dorf

Möllenbeck. Das Jahr 2015 war ein echter Meilenstein für die Sängerwelt im Klosterdorf. Der Männergesangverein Polyhymnia Möllenbeck feierte sein 115-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass hatten die Sänger ein Experiment gewagt und einen gemischten Projektchor auf die Beine gestellt.

veröffentlicht am 11.02.2016 um 11:39 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:30 Uhr

Autor:

Hintergrund war der Gedanke, gemeinsam mit Frauen die Zukunft des Vereins beziehungsweise des Chorsingens im Ort zu sichern. Und „das hat sich gelohnt, dabei bleiben wir“, bescheinigte die Chorleiterin Nataly Olthoff den Polyhmnianern zur Jahreshauptversammlung das Gelingen des Experimentes.

Der Projektchor habe sich „seit Gründung im Februar kräftig weiterentwickelt“, zeigte sich auch der Vereinsvorsitzende Rainer Brückner erleichtert und zufrieden über das Projekt im Allgemeinen und über das Gelingen im Besonderen. Darum werde der gemischte Chor Teil von Polyhymnia Möllenbeck sein und der Verein könne darüber hinaus in Zukunft auch zum Beispiel einen Kinderchor aufbauen.

Brückner erklärte dazu: Alles kann sogar unter dem alten Kürzel MGV für Männergesangverein laufen, das der stellvertretende Schriftführer Detmar Bode umgedeutet hat. Dessen Vorschlag, der allgemeine Zustimmung fand: MGV soll künftig für Möllenbecker Gesangverein stehen.

Der Vorsitzende ergänzte dazu, der Projektchor „war so erfolgreich und hat so viel Freude bereitet, dass nach Ende des Projektjahres der gemischte Chor bestehen bleibt und weiter im Verein mitwirken soll“. Darum werde eine Mitgliederversammlung am Dienstag, 16. Februar (regulären Probenabend) die modifizierte Satzung beschließen. Zusätzlich solle im Zusammenhang mit der Anpassung an die derzeit üblichen gesetzlichen Vorgaben festgeschrieben werden, dass „jede ordentlich einberufene Mitgliederversammlung beschlussfähig ist“. Nicht nur Sicherung des Fortbestandes des Vereins, sondern der Kultur des Singens hat Priorität bei allen Polyhymnia-Aktionen, machte Rainer Brückner deutlich. Denn „wir wollen alles tun, dass dieser kleine Verein erhalten bleibt und dass Möllenbeck kein stummer Ort wird, wie so viele andere. Und stumm geworden ist es auf keinen Fall im Dorf, zeigte Brückners Jahresbericht auf bei 40 Probenterminen sowie allein 15 Auftritten in 2015. Darunter vor allem der Klassiker „Chormusik im Kloster“ und als weiteres gelungenes Experiment die Aktion „Hofgarten singt“ als offenes Singen bei einem breiten Spektrum bekannten populären Liedern. Und das sei „so gut gelaufen, dass wir das dieses Jahr wieder machen werden“.

Unter dem Strich steht, der „Möllenbecker Gesangverein Polyhymnia“ ist mehr als nur ein Gesangverein. Und das ist auch ein Hauptgrund dafür, dass sich die Mitglieder (zurzeit 85 inklusive der hinzu gewonnenen Sängerinnen) so wohl fühlen in ihrem Verein und ihm so lang treu bleiben, wie Klaus Ide, der mit seinen 50 Jahren Zugehörigkeit die diesjährige Jubilarehrung toppte. Seit je 40 Jahren gehören zur Polyhymnia: Ulrich Neubauer, Friedemann Kramm, Friedhelm Westphal und Herbert Wolter. Und seit je 25 Jahren gehören Kurt Laue und Werner Schulz zum Verein. - Als fleißigste Sänger des Jahres 2015 durften sich Manfred Kluge, der Vereinsvorsitzende Rainer Brückner sowie Karl Matzker feiern und mit einer Flasche „Stimmöl“ (auf dem Etikett steht Wacholder) belohnen lassen.who




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige