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Treffen ehemaliger Abiturienten des Gymnasiums Adolfinum

„Es wurde tüchtig gesiebt“

Bückeburg. Zum „5. Adolfiner-Treffen“ hatte der Adolfiner-Verein ehemalige Abiturienten des Gymnasiums Adolfinum eingeladen. Auf dem Programm standen Ehrungen, Kurzvorträge und – wie immer bei solchen Wiedersehenstreffen – das Schwelgen in Erinnerungen.

veröffentlicht am 13.09.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 12:21 Uhr

„Es wurde tüchtig gesiebt“, wusste der Kirchhorstener Fritz-Helmut Seele zu berichten, der sein Abitur im Jahr 1948 gemacht hatte. Allein schon, um überhaupt das Gymnasium besuchen zu dürfen, habe man seinerzeit noch eine Aufnahmeprüfung bestehen müssen. Dementsprechend hoch seien die Anforderungen im Unterricht gewesen.

Eine verbreitete Schreibschrift sei übrigens noch das „Sütterlin“ gewesen, weshalb er sich die – 1942 offiziell an den Schulen eingeführte – lateinische Schrift auf dem Gymnasium erst noch aneignen musste, da diese allein schon für das Erlernen der Fremdsprache Englisch erforderlich gewesen sei.

Was den Respekt gegenüber dem Lehrpersonal betrifft, scheinen sich die damaligen Verhältnisse allerdings nicht wesentlich von den heutigen unterschieden zu haben: „Wir hatten Lehrer, da konnten wir machen, was wir wollten, und wie hatten andere, da haben wir nicht einen Mucks gemacht“, brachte es Seele auf den Punkt.

Zurück in die Neuzeit: Als „Goldene Abiturienten“, also jene Absolventen, die ihr Reifezeugnis vor 50 Jahren abgelegt haben, ehrte Klaus-D. Schnierl, der Vorsitzende des Adolfiner-Vereins, die „Ehemaligen“ Inge Otto geb. Hölscher und Ulla Martens.

Die beiden „Adolfiner-Preise“ für die beste Abiturientin und den besten Abiturienten des Jahres 2013 überreichte er dagegen an Kim Döllner und Rüdiger Busche. In diesem Zusammenhang wies er ausdrücklich darauf hin, dass es sich hierbei um eine nach Geschlechtern getrennte Auszeichnung handele. Der gesamte Programmpunkt Ehrungen, dem rund 50 Besucher beiwohnten, wurde von Schülern des Gymnasiums und einer Gastmusikerin musikalisch umrahmt.

Einen kleinen Eindruck, wie der Schulalltag heutzutage aussieht, boten schließlich drei thematisch verschiedene Kurzvorträge von Zwölftklässlern, die jeweils von ihnen verfasste Facharbeiten vorstellten. Luisa Christov hatte sich dabei für „Die Mimik des Menschen – eine psychologische, emotionale Analyse unterschiedlicher Arten des Lächelns“ entschieden und basierend auf einer Studie des US-amerikanischen Psychologen Paul Ekmann herausgefunden, dass es „17 Arten des echten und eine Art des falschen Lächelns“ gebe. Erkennen könne man ein echtes Lächeln daran, dass die Augenmuskeln aktiv sind, indem die Augenbrauen im Bereich der Nasenwurzel abgesenkt werden und auf der anderen Seite der Augen „Krähenfüße“ erkennbar werden. wk

Den Adolfiner-Preis erhielten in diesem Jahr Rüdiger Busche und Kim Döllner aus der Hand des Vorsitzenden des Vereins Alte Adolfiner, Klaus-Dieter Schnierl.pr




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