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Kirchengemeinde und Schlachterei Polte organisieren eine gelungene Benefiz-Aktion mit Grütze und „Grützeschluck“

„Essen für Haiti“ – 877 Euro für Nothilfe gespendet

Seggebruch (gus). Die Seggebrucher Schlachterei Polte und die Kirchengemeinde Seggebruch haben beim Grütze-Essen für die Erdbebenopfer in Haiti 877 Euro eingenommen. Das Geld wird der Kindernothilfe und auf ein gesondertes Spendenkonto für Haiti überwiesen.

veröffentlicht am 02.02.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 10:22 Uhr

Die Idee, eine Benefiz-Aktion in Seggebruch auf die Beine zu stellen, hatte Marianne Polte vor gut einer Woche an ihren Mann Klaus-Dieter Polte herangetragen. Der Schlachtermeister wandte sich umgehend an die evangelische Kirchengemeinde, weil er diese als verlässlichen Partner schätzt. „Dann kommt das Geld auch ohne Zwischenhändler an“, meinte er.

Der Kirchenvorstand war sofort begeistert von der Idee und sagte Hilfe beim Verkauf sowie reichlich frischen Kaffee zu. Reinhard Grote, Mitglied sowohl der Kirchengemeinde als auch der Feuerwehr Kirchhorsten, setzte sich mit weiteren Brandschützern in Verbindung. So kam es, dass Ralf Kording, Inhaber der Schaumburg-lippischen Likörfabrik, die Anlieferung von Miniaturflaschen mit hochprozentigem Inhalt zusagte, die ebenfalls für den guten Zweck verkauft werden sollten.

Kording verpasste dem von ihm „Grützeschluck“ getauften Getränk Sonder-Etiketten mit der Aufschrift „Essen für Haiti“. Die deutsche und die haitianische Flagge zierten die Etiketten. Die Poltes hatten ebenfalls ihre Kontakte spielen lassen und eine kostenlose Brötchen-Lieferung vom Stadthäger Bäcker Wagner erhalten. Die Grütze stellte selbstredend Klaus-Dieter Polte nach eigenem Rezept her.

Der „Grützeschluck“ geht für einen Euro über den Tresen.

Alle diese Waren verkauften Mitglieder der Kirchengemeinde vor der Schlachterei. Der „Grützeschluck“ ging für einen Euro pro Fläschchen über den Tresen, eine Portion Grütze mit Gurke und Brot kostete 2,50 Euro. Kein Wunder, dass die Kundschaft bereits kurz nach Beginn der Benefizaktion Schlange stand. Je näher die Mittagszeit rückte, desto mehr nahm der Betrieb zu.

Am Stehtisch neben dem Verkaufsstand konnten die Besucher ihren Beitrag zur Aktion „Essen für Haiti“ sofort verspeisen. Wer die Schweinegrütze lieber in Ruhe zu Hause genießen wollte, ließ sich seine Portion einpacken. Mit dem Erlös von 877 Euro sind die Beteiligten – dazu zählen auch der Schlachthof Minden und der Männerkreis der Kirchengemeinde – vollauf zufrieden. Dafür habe sich der Einsatz in der Kälte gelohnt.




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