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Beeindruckend und ergreifend: Benefizkonzert für den Erhalt des jüdischen Friedhofes in der Stiftskirche

"Etwas dafür tun, dass diese Erde nicht zur Hölle wird"

Obernkirchen. Sie haben den Männerturnverein mitgegründet, den Männergesangverein auch, elf von ihnen waren dabei, als die Feuerwehr aus der Taufe gehoben wurde. Sie haben in den selben kalten Wintern gefroren, sind an den gleichen Seuchen gestorben, haben die gleichen Notzeiten und Unruhe durchlitten, denselben Hunger verspürt wie ihre christlichen Nachbarn. Und noch im Ersten Weltkrieg haben sie an der Seite ihrer deutschen Kameraden an der russischen Front gekämpft, das Eiserne Kreuz für ihre Tapferkeit erhalten und ihr Leben für das Vaterland gegeben: Jahrhunderte gehörten die jüdischen Mitbürger zum Stadtbild wie das Licht zum Tag. Erst das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte beendete das Zusammenleben in der Bergstadt: Die Juden wurden enteignet, vertrieben oder in Auschwitz, Theresienstadt oder Bergen-Belsen ermordet.

veröffentlicht am 10.07.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:22 Uhr

Die Adlers gehörten bis 1936 gut 140 Jahre zum Obernkirchener Bü

Autor:

frank Westermann



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