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Sparkassen feilen an Filialkonzepten

Etwas weniger dezentraler Service

Landkreis. Etwas weniger dezentralen Service – dafür aber mehr Beratungsqualität. Mehrere Sparkassen in der Region feilen an ihren Filialkonzepten. Bei der Sparkasse Schaumburg bleibt in dieser Hinsicht offenbar zunächst einmal alles beim Alten.

veröffentlicht am 05.03.2014 um 18:19 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:52 Uhr

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Die neue Strategie der Sparkasse Nienburg wird auch im Nordwesten des Landkreises Schaumburg, in Wiedensahl, deutlich: Die dortige Filiale gehört zu den neun kleineren Geschäftsstellen, die nach den Worten des Leiters des Vorstandssekretariats, Günter Kropp, vom 17. März an veränderte Öffnungszeiten anbieten: „Statt einer Person an fünf Tagen werden dort zwei Personen an zwei Tagen sitzen.“

Die doppelt besetzte Geschäftsstelle öffnet künftig dienstags von 9 Uhr bis 12 Uhr und von 14 Uhr bis 16.30 Uhr, sowie donnerstags von 9 bis 12 Uhr und 14 Uhr bis 16.30 Uhr. Kropp hält es für ein Plus, dass ein Mitarbeiter Kunden bedienen und der jeweils andere auch mal ein längeres Beratungsgespräch führen könne. Darin sieht Kropp einen Vorteil für die Bankkunden, die ohnehin in der Regel nur höchstens einmal in der Woche zur Bank kommen. „Natürlich ergibt das in der Summe für die Sparkasse auch etwas weniger Personal“, räumt Kropp ein.

Unter der Maßgabe der aus ihrer Sicht unter dem Strich steigenden Beratungsqualität schließt die Stadtsparkasse in Wunstorf zur Jahresmitte die Ein-Mann-Geschäftsstellen in Idensen und Klein-Heidorn, wertet aber im Gegenzug die Geschäftsstellen in der Wunstorfer Oststadt und in Bokeloh mit jeweils regulären Leitern wieder auf. „Nicht einmal 20 Geldauszahlungen, Einzahlungen oder Überweisungsaufträge“ gebe es pro Tag im Schnitt, sagt Sparkassen-Vorstand Frank Wiebking mit Blick auf die zur Schließung vorgesehenen Geschäftsstellen. Das Kundenverhalten ändere sich seit Jahren. Einfache Bankleistungen verlagerten sich durch Automatennutzung und Online-Banking. Beratungsgespräche hätten dort ohnehin nicht stattgefunden. Diese sollen nun durch eine Aufstockung der Kompetenz und Ansprechbarkeit in den anderen Filialen verstärkt möglich sein.

Auch bei der Sparkasse Minden-Lübbecke laufen die Überlegungen offenbar in eine ähnliche Richtung. Deren Sprecher Gerald Watermann konnte noch keine Details betätigen, ließ aber durchblicken, dass sich vermutlich noch in diesem Jahr etwas am Filialkonzept verändern wird.

„Die Kosten sind immer ein Thema“, bestätigte der Vorstandschef der Sparkasse Schaumburg, Hans-Heinrich Hahne, ohne auf weitere Einzelheiten einzugehen. Handlungsbedarf ist für ihn derzeit bei den Themen Online-Banking und Beratung angezeigt.




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