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CDU-Entenessen: EU-Abgeordneter Burkhard Balz verspricht internationale Reaktion auf die Krise / Drewes bereitet sich auf Landratswahl vor

EU-Abgeordneter verspricht Frühwarnsystem für den Finanzmarkt

Horsten (rwe). „Schaumburg erhalten“ – diese Devise hat CDU-Landratskandidat Klaus-Dieter Drewes beim Entenessen seiner Partei für die bevorstehende Wahl ausgegeben. Der EU-Abgeordnete Burkhard Balz versprach in seinem Vortrag aus Straßburg ein Frühwarnsystem für den Finanzmarkt.

veröffentlicht am 02.02.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 18:41 Uhr

Für den CDU-Kreisvorsitzenden Klaus-Dieter Drewes ist 2010 ein besonderes Jahr. Zwar hat der gebürtige Wilhelmsdorfer in der Vergangenheit schon manchen Wahlkampf hinter sich, doch bei der Abstimmung über den künftigen Schaumburger Landrat steht er selber wieder im Mittelpunkt.

Beim Entenessen der Bad Nenndorfer CDU im „Schaumburger Hof“ ließ der Kandidat in seinen Grußworten durchblicken, dass es ihm darum geht, den Landkreis Schaumburg auf Dauer zu erhalten und unter anderem Antworten zu finden auf die Fragen, die sich durch den prognostizierten Bevölkerungsrückgang in der Region ergeben. Im Wahlkampf zählt er auf die Hilfe der Nenndorfer Christdemokraten.

Für diese bedankte sich Parteifreund Burkhard Balz, der im vergangenen Sommer den Einzug ins Europaparlament geschafft hatte. Er berichtete von seinem ersten halben Jahr in Straßburg und im Ausschuss für Wirtschaft und Währung, dem der gelernte Banker nun angehört. Entsprechend beschäftigt er sich mit den Folgen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise und arbeitet nach eigenen Angaben mit Kollegen vornehmlich an einem Richtlinienpaket, das „deutliche Regulierungsmaßstäbe für den europäischen Finanzmarkt“ vorsieht. Geplant sei eine europaweit einheitliche Aufsicht, die Banken, Versicherungen und den Wertpapierhandel beobachtet und bei Marktmissbrauch frühzeitig Alarm schlägt.

Balz kündigte bis Ende 2010 internationale Regeln an, um die Quantität und Qualität des Eigenkapitals von Banken zu stärken. Diese sollen so für risikoreiche Finanzgeschäfte eine größere Eigensicherheit haben. Somit müsste im Krisenfall der Staat nicht wieder zur Rettung finanzielle Mittel aufwenden.

Eine Umsetzung sieht der EU-Parlamentarier aber nicht vor 2012, um vorher nicht die Kreditversorgung in den Volkswirtschaften zu gefährden. Balz: „Sie sehen also, Europa kümmert sich nicht nur darum, wie stark Gurken und Bananen gekrümmt sein dürfen.“




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