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Klimaschutzagentur KliMotion will Kinder für Naturschutz sensibilisieren

Exkursion mit Forstgenossen

HAMELN. Was passiert eigentlich mit unserem Wald und wie können wir ihm helfen?

veröffentlicht am 05.12.2019 um 00:00 Uhr

Dieser Frage gingen zwölf Teilnehmer der KlimaschutzAkademie nach. Dem Wald geht es nicht gut. Dürre und Borkenkäfer rücken ihm seit Jahren zu Leibe, und die Schäden sind unübersehbar. Im Rahmen der Niedersächsischen Naturschutzwoche für Kinder initiierte die Klimaschutzagentur daher eine Wald-Exkursion in Kooperation mit der Forstgenossenschaft Lachem und der Jugendinitiative KliMotion, um die jüngste Generation für dieses Problem zu sensibilisieren.

Gemeinsam ging es mit dem Bus nach Bannensiek und von dort zu Fuß in den nahegelegenen Wald. Bestens ausgerüstet mit robustem Schuhwerk, Mütze und Schal machte sich die Gruppe daran, das Gelände unter Anleitung von Forstaufseher Heiner Pape zu erkunden und zu untersuchen.

Pape erklärte den Kindern, warum der Wald für Mensch, Tier und Umwelt so wichtig ist und welche Konsequenzen durch die von Trockenheit und Borkenkäfer hinterlassenen Schäden entstehen. Fachkundig wurden Wurzeln und Baumrinden daraufhin genauestens inspiziert und aufgezeigt, wie weitreichend das Problem bereits ist. Nach zweieinhalb Stunden ging es mit roten Wangen und jeder Menge Wissen über den hiesigen Wald mit dem Bus zurück nach Hameln.

Der Borkenkäfer hinterlässt seine Spuren in der Rinde. FOTO:Carola Gad/PR

„Es ist toll, dass das Interesse der Kinder an „unserem“ Wald und seinen Herausforderungen so groß ist“, freut sich Leonie Grothues von der Klimaschutzagentur Weserbergland. „Die Kinder waren mit großem Eifer dabei, wollten alles wissen und dem Wald auch etwas Gutes tun. Im Frühjahr wollen wir deshalb gemeinsam mit der Forstgenossenschaft Lachem eine Folgeaktion starten, bei der zumindest ein Teil des Waldes wieder aufgeforstet werden kann.“

22 ausgesuchte Kommunen werden seit dem 1. Juli 2016 durch das Projekt Masterplan 100% Klimaschutz vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Das Landkreis-Bündnis – bestehend aus Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg – ist eine von ihnen und nimmt damit eine Vorreiterrolle in Sachen CO2-Neutralität und Energiesparkurs ein. Gemeinsam verfolgen die Landkreise das Ziel, in der Region die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 95 Prozent gegenüber 1990 und den Endenergieverbrauch um 50 Prozent gegenüber 2010 zu senken. Mit einer Laufzeit von vier Jahren umfasst das Projekt allein im Weserbergland eine Fördersumme von 775 000 Euro und ein Gesamtprojektvolumen von 916 000 Euro. Weitere Informationen finden Sie unter: www.masterplan-weserbergland.de.




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