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Mit Kartonnage nach oben: „G & M Verpackungsservice“ benötigt erneut mehr Platz

Ex-Minibetrieb wächst, blüht und gedeiht

Lauenau (nah). Für die Kartonagenexperten ist es erneut zu eng geworden. Einmal sind sie bereits umgezogen, dann haben sie weitere Flächen angemietet. Nun ist wieder mehr Platz erforderlich: Mitten im aufstrebenden Lauenauer Gewerbepark schreibt die Firma „G & M Verpackungsservice“ eine eigene kleine Erfolgsgeschichte.

veröffentlicht am 25.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 07:42 Uhr

Vor sieben Jahren hatte das damalige Mini-Unternehmen einen Wechsel von Goltern in den Flecken vollzogen, um seinem größten Auftraggeber räumlich näher zu sein. Auf 500 Quadratmetern arbeiteten Gundula und Manfred Przybylski mit zehn Aushilfen als „Handverarbeiter“. So nennen sich im Fachjargon die Zulieferer, die vorgestanzte Kartonteile zusammenfügen oder großformatige Bilder auf Hartpappenunterlagen kleben. Endverbraucher sehen das Ergebnis dieser Produktion unter anderem als Displays in Supermärkten und Einzelhandelsgeschäften.

Bald reichte der Platz nicht aus. Im Frühjahr 2006 wechselte „G & M“ in das Nachbargebäude und konnte nun die erste vollautomatische „Klebestraße“ betreiben. Die angemieteten 1200 Quadratmeter erwiesen sich bald als zu klein: Weitere 800 Quadratmeter standen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Verfügung. Zudem hatte sich das Unternehmerpaar für die Schaffung zweier Vollzeit-Arbeitsplätze entschieden.

Längst sind die Przybylskis wieder an den Grenzen aller Kapazitäten angekommen. Das liegt jedoch nicht allein am steigenden Auftragsvolumen. „G & M“ will Wünsche seiner Auftraggeber erfüllen, die Kartonagen auch in kleiner Stückzahl produzieren lassen würden: „Von einem bis hundert“ Stück könnte die Auflage umfassen, geeignet für den Paketversand oder für Firmenpräsente. Die beiden Fachleute haben auch schon Ideen für den Schutz der Inhalte. Stegeinsätze, Polster, Kantenschutz oder gar eine Schaumstoffauslegung könnten unter anderem Bilder oder Elektronikteile sichern.

Für diesen vierten Unternehmensschritt hat sich „G & M“ inzwischen an den Flecken Lauenau gewandt und prompt eine Zusage erhalten. Im benachbarten Hallenkomplex stehen in direkter Nachbarschaft zur „Victoria-Arena“ 1800 Quadratmeter ab 1. Januar 2011 zur Verfügung. Sie werden momentan von der Gemeinde mit Zwischenwänden, neuen Fenstern, einem weiteren Eingang sowie einem Trakt für Büro und Sozialräume hergerichtet. Hier kann auf 700 Quadratmetern produziert und auf weiteren 1100 Quadratmetern gelagert werden.

Gundula Pryzbylski sieht noch ein weiteres Betätigungsfeld. „Die neuen Verpackungseinheiten könnten wir auch befüllen“, schlägt sie als zusätzliche Dienstleistung vor. Voll des Lobes ist sie über die Belegschaft. Die zum Teil schon seit Jahren beschäftigten Arbeitskräfte stünden gerade in Stoßzeiten zuverlässig zur Verfügung. „Dass wir so wachsen, verdanken wir auch ihnen“, ist sie überzeugt. Mit den durch die Ausweitung neu zu schaffenden vier Arbeitsplätzen kommt auch eine zweite Generation in das Unternehmen. Der 29-jährige Sohn Matthias ist gelernter Verpackungsmittelmechaniker und soll eines Tages einmal die Geschäftsführung übernehmen.




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