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Vorfahrtsregelung und Bushaltestellen bleiben

Experten bremsen Gemeinde aus

Hohnhorst. Aus den Plänen der Gemeinde Hohnhorst, die Vorfahrtsregelung an der Kreuzung der Kreisstraßen 48 und 50 im Hohnhorster Ortskern zu ändern, wird wohl nichts. Denn der Landkreis Schaumburg hält nicht viel davon.

veröffentlicht am 29.10.2014 um 19:10 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 20:22 Uhr

Anlass für die Diskussion ist die Schließung des Bahnübergangs im Zuge der K 50. Weil kein überörtlicher Verkehr mehr über diese Straße rollt, soll die abknickende Vorfahrt im Ortskern aufgehoben werden, so der Plan der Gemeinde. Doch Experten des Landkreises nehmen diese Argumente nicht allzu ernst, hieß es in der jüngsten Sitzung des Rates.

Es solle immerhin eine Verkehrszählung geben, um Aufschluss über den geänderten Verkehrsfluss zu bekommen. Dazu werden Platten mit Zählinstrumenten auf der Fahrbahn befestigt. Weiteres werde anschließend erörtert. Eine Verengung an der Kreuzung, wie sie der Dorfentwicklungsplan vorsieht, erscheint den Experten des Kreises aber grundsätzlich abwegig. Der Gemeinde sei diesbezüglich keine große Hoffnung gemacht worden. Otto Tatge (CDU) ärgerte sich über dieses Ergebnis. Die Verkehrssicherheit der Fußgänger sei nicht gewährleistet. Dass der Landkreis dies nicht wichtig findet, könne er kaum verstehen. Das Argument der Experten, auf einer Kreisstraße solle der Verkehr gut fließen, verwunderte Tatge umso mehr.

Und noch an anderer Stelle wird Hohnhorst ausgebremst: Die zuständigen Busunternehmen wollen die Bushaltestelle an der K 50 weiterhin am jetzigen Standort anfahren. Damit sind auch die Pläne, den Haltepunkt zu verlegen, offenbar vom Tisch.

In der Diskussion regte Cord Lattwesen (CDU) an, zumindest einen neuen Straßennamen für den Abschnitt der Hauptstraße (K 50) jenseits des geschlossenen Bahnübergangs zu bestimmen. Kaum ein Paketdienst finde dort noch hin, seitdem die Schranken dauerhaft dicht sind.gus




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