weather-image
21°
×

Herren- und heimatlose Katzen und Hunde werden von Ehrenamtlichen im Tierheim beschert

Extra-Leckerlis und viele Streicheleinheiten

Bückeburg (jp). Auch das gehört zu Weihnachten dazu: Vor der Bescherung in den Wohnstuben erhalten die vielen herren- und heimatlosen Katzen und Hunde im Bückeburger Tierheim ihr kleines Weihnachtsfest in Form einiger Leckerlis und vieler, vieler Extra-Streicheleinheiten. Wozu die Vorsitzende des Tierschutzvereins Bückeburg-Rinteln Monika Hachmeister und ehrenamtliche Helfer den Bewohnern der Vierbeinerunterkunft auch am Heiligen Abend ein paar Stunden sowie ein paar Leckerbissen widmeten, die ausnahmslos aus der eigenen Schatulle und nicht der klammen Vereinskasse finanziert worden waren. Ein Heiliger Abend, der für die Tierschützer ausnahmsweise nicht durch traurige oder dramatische Ereignisse gekennzeichnet war wie 2010, als eine völlig ausgemergelte und verwahrloste Perserkatze bei minus 15 Grad Celsius vor dem Tierheim in einem Karton ausgesetzt wurde.

veröffentlicht am 27.12.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 10:21 Uhr

Dennoch wollten der Vereinsvorsitzenden die Sorgenfalten nicht von der Stirn weichen. Denn der größte (Weihnachts-)Wunsch der Tierschützer, nämlich die Einführung einer Katzenschutzverordnung, ist von einer Verwirklichung weiter entfernt denn je. „Es bewegt sich rein gar nichts, weder bei den Städten noch beim Landkreis“, bedauert Hachmeister. Seit Jahren setzt sich der Tierschutzverein mit überregionalen Tierschutzorganisationen wie der Aktion Tier für das „Paderborner Modell“ ein, welches in den meisten Landkreisen und Städten längst in Kraft ist.

Vor einem Jahr hatte unsere Zeitung unter der Überschrift „Kommunen wollen das Elend nicht sehen“ auf die Dringlichkeit einer solchen Verordnung hingewiesen, die das Kastrieren freilaufender Katzen vorschreibt, um damit der Flut sich unkontrolliert vermehrender Schnurrer Einhalt zu gebieten. Reaktion bei den Bürgermeistern sowie beim Landkreis Schaumburg? Fehlanzeige.

Hachmeister: „Das Katzenelend gerät außer Kontrolle, die Tierheime werden mit herrenlosen Katzen überschwemmt, aber Politik und Verwaltung schließen vor der Katastrophe die Augen.“




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige