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Esperanto-Gruppe Hameln besichtigt beim Treffen in Einbeck auch den PS-Speicher

Fachsimpeln in der Weltsprache

EINBECK.Das Treffen der Esperanto Gruppe mit Freunden aus benachbarten Gruppen fand diesmal in Einbeck statt.

veröffentlicht am 02.12.2019 um 11:44 Uhr

Bereits zum 16. Mal lud die Esperanto-Gruppe Hameln Freunde der internationalen Plansprache aus den benachbarten Esperanto-Gruppen in Hannover, Detmold, Bielefeld und Paderborn ein zum Rata Rendevuo (Ratten-Rendezvous). Einige der 20 Teilnehmer kamen aber auch von weiter her, so aus Marburg und Hanau im Süden und von der Unterweser im Norden. Dieses Mal ging es in die Bier- und Senfstadt Einbeck. Da eine Brauereibesichtigung am Wochenende nicht möglich war, konnte das berühmte Einbecker Bier nur beim zünftigen Mittagessen im „Brodhaus“ gekostet werden. Und auch die lokale Senfsuppe und das Senfschnitzel mundeten vorzüglich.

Doch bereits morgens traf man sich im Eiscafe „Dolomiti“ zur Begrüßung und danach ging es gleich zum PS-Speicher. In einer Ausstellung zur Geschichte es Rades im Automobilmuseum verging die Zeit wie im Fluge und es konnten längst nicht alle Ausstellungsobjekte betrachtet werden. Sehr lebhaft und mit Enthusiasmus erzählte der Gästeführer kleine Geschichten und Anekdoten zu den einzelnen Fahrzeugen: Angefangen mit dem Freiherrn von Drais, der das Laufrad erfand, über die Gefahr des Bremsens bei einem Hochrad (was den Fahrer wegen der Verlagerung des Schwerpunkts nach vorn abstürzen lies, wenn er zu stark bremste), bis zur Gefährlichkeit des ersten seriell hergestellten Motorrads der Firma Hildebrand & Wolfmüller, von deren Fahrzeugen irgendwann ein Drittel in Flammen aufgin. Auch die unterschiedlichen Produktionswege der Fahrzeuge in Ost und West zur Zeit der deutschen Teilung wurden erläutert. Man hätte noch länger den Geschichten lauschen können und sich weiter im Museum umschauen können. Beim Mittagessen im ältesten Gasthaus Niedersachsens konnten sich die Teilnehmer austauschen und von Gruppenaktivitäten und Neuigkeiten in der Esperantowelt erzählen. So gibt es die neue Seite eventaservo.org, in der alle Treffen, sortiert nach Ländern und Orten vom kleinen „kafoklao“ bis zum Esperanto-Weltkongress, aufgelistet sind. Man kann das ganze Jahr von einem Treffen zum anderen reisen. Auch ein neues Spiel für das Smartphone ist erschienen und findet schnell Verbreitung: „Vortludo“, was ähnlich wie Scrabble funkioniert.

Am Nachmittag ging es zur Führung durch die Altstadt von Einbeck. Eine wirklich charmante Stadt mit der längsten zusammenhängenden Fachwerkhausstraße in Norddeutschland und einer interessanten Geschichte, nicht nur über Bier und Senf. Beeindruckend, wie die Bürger zusammenhalten, um die historischen Gebäude vor dem Verfall zu bewahren und zu neuem Glanz zu bringen wie z. B. beim Eickeschen Haus.

2 Bilder
Teilnehmer der Stadtführung vor dem Eickeschen Haus. FOTO:PR

Bei Kaffee und Kuchen im Café Steinhaus wurden Pläne für das neue Jahr besprochen. Einige wollen zum Esperanto-Weltkongress in Montreal, andere zum deutsch-polnischen Kongress in Frankfurt/Oder oder zum italienischen Kongress in Assisi. So verabschiedete man sich und will sich dann auch im nächsten Jahr wieder beim Rata Rendevuo sehen.

Wer Esperanto lernen möchte, kann sich gut informieren auf der Seite lernu.net/de .

Und weiterhin trifft sich die Esperanto-Gruppe Hameln alle zwei Wochen in der Sumpfblume. Interessenten sind herzlich willkommen. Auch im neuen Jahr wird es wieder einen Kurs für Anfänger in Hameln geben. Informationen dazu auf esperanto.de/hameln und beim Vorsitzenden Heinz W. Sprick 0162 7536396 .




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