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Volksbanken-Wettbewerb zur Gewaltprävention: Pestalozzischule landesweit vorn

"Fair bringt mehr" - mit Bushido und Horst Köhler auf den ersten Platz

Rinteln (ur). Die Teilnahme an regionalen undüberregionalen Wettbewerben spielt im pädagogischen Konzept der Rintelner Pestalozzischule schon seit Jahren eine ganz besondere Rolle. Mit der engagierten Begleitung durch Lehrer Heinz Hering und seine Kollegen gelingt es den jungen Leuten immer wieder, sich dabei auf Landes- und Bundesebene erfolgreich zu behaupten und die Jury mit kreativen Lösungen zu überzeugen. Diese Erfolgssträhne wurde jetzt in ganz besonderer Weise bestätigt. Die Klasse 10 b stellte sich im Wettbewerb der niedersächsischen Volksbanken zur Gewaltprävention der Frage "Bringt fair wirklich mehr?" - und holte auf Landesebene den hervorragenden 1. Platz.

veröffentlicht am 11.07.2008 um 00:00 Uhr

Und dies, indem sie die Frage einfach weitergaben - an persönliche Vorbilder, Politiker, Künstler und andere Prominente. Im Rahmen des Deutschunterrichts wurden von den Jungen und Mädchen Briefe geschrieben mit der Fragestellung und der Bitte, darauf zu antworten Dabei scheuten die Jugendlichen nicht zurück, sich ganz bewusst an ein breites Spektrum von Persönlichkeiten zu wenden: Menschen, die auch durchweg geantwortet haben, wie Erik Hartmann aus der Klasse 10 b feststellte: "Ich will die Antworten hier nicht alle nennen, aber vielleicht macht es doch einige Menschen neugierig, wenn ich sage, dass Bundespräsident Horst Köhler, Ministerpräsident Christian Wulff, MdB Sebastian Edathy und CDU-Kreisvorsitzender Klaus-Dieter Drewes sich ebenso beteiligt haben wie der Komiker Dirk Bach, die Schauspielerin Maria Furtwängler und mein Favorit Bushido." Auch der Rintelner Polizeichef Gerhard Bogorinsky äußerte sich eingehend zum Thema Fairness und wies ausdrücklich darauf hin, dass unfaires Verhalten zwar möglicherweise kurzfristige Vorteile bringe, sich aber langfristig nicht auszahle - wie auch die polizeiliche Statistik belegt. Schulleiterin Anne Näfe wies darauf hin, dass sich das Thema Fairness im schulischen Prozess täglich aufs Neuer stellt: "Deshalb haben unsere Schülerinnen und Schüler mit diesem Wettbewerb nicht nur einen Preis, sondern auch Erkenntnisse für das Leben gewonnen." Gregor Gysi von der Linkspartei ließ es sich in seiner schriftlichen Antwort nicht nehmen, seine Position am Fragebogen vorbei so zu formulieren: "Die entscheidende Frage lautet, wann sich jemand im Leben wohler fühlt. Ich glaube, die meisten fühlen sich wohler, wenn sie sich fair verhalten. Das gilt selbst dann, wenn man gelegentlich mit Unfairness mehr erreicht." Auch DGB-Chef Michael Sommer, der Kriminologe Prof. Dr. Christian Pfeiffer, MdL Ursula Helmhold von den Grünen, der heimische FDP-Politiker Paul-Egon Mense und andere trugen mit ihrer Antwort zur Diskussion bei. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde dazu jetzt von Marktbereichsleiter Ansgar Haverkamp eine kleine Ausstellung in der Kundenhalle der Rintelner Volksbank in der Klosterstraße eröffnet, bei der auch Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz seine Freude darüber zum Ausdruck brachte, dass es wieder mal die Rintelner Pestalozzischüler waren, die auf Landesebene überzeugen konnten. Die Schülerinnen und Schüler haben aus den eingegangenen Antworten außerdem auch ein kleines Leseheft entwickelt, das nicht zuletzt Grundlage für weitere Diskussionen sein soll. Und für das Preisgeld von immerhin 3500 Euro wird sich bestimmt ein Verwendungszweck finden, der den Schülern zugutekommt: Beraten lassen kann man sich dabei sicher auch bei der Volksbank in Schaumburg...




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