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Fatale Folge

Wann immer in Rintelns Kernstadt ein Bauvorhaben geplant wird, ruft das den Arbeitskreis Denkmalschutz auf den Plan. Wobei die Argumente stets die gleichen sind: Satzungsverstöße beklagt der Arbeitskreis, prangert die Geschichtslosigkeit der Entscheider an und zeichnet sich dabei durch ein entschiedenes sowohl-als-auch aus: Man habe nichts gegen Neubauten, sei auch gegen historisierendes Bauen. Am Ende aber steht das stets gleiche Ergebnis: Bloß nichts verändern!

veröffentlicht am 17.09.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:15 Uhr

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Augenfällig dabei: In seinen Veröffentlichungen tritt der Arbeitskreis stets anonym auf, selten ist erkennbar, wer denn nun hinter den Aussagen steckt. Was wie im Falle Ostertorstraße Folgen hat: Die Sparkasse als Bauherr hat den Mitgliedern des Arbeitskreises die Baupläne vorgestellt, hat nach Gesprächen mit Mitgliedern Änderungen in die Planungen eingearbeitet und am Ende ein vermeintlich abgestimmtes Konzept vorgestellt, das nun in Bausch und Bogen zerrissen wird. Fatale Folge auch und gerade für die Denkmalschützer: Welcher Investor wird nach solchen Erfahrungen noch das Gespräch mit dem Arbeitskreis suchen?

Im Übrigen teilen viele Bürgerinnen und Bürger die von Stadtrat Jörg Schröder vertretene Ansicht der Verwaltung, wonach in Rinteln südlich der Weser angesichts der geografischen Lage nur noch innerhalb des Kernstadtbereiches gebaut werden kann. Und wenn Rinteln nicht zum großen Verlierer der demografischen Entwicklung werden soll, ist der Neubau von Wohnraum, der den Ansprüchen einer immer älter werdenden Gesellschaft entspricht, dringend erforderlich.

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