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Goldschmiedemeisterin Susanne Bünte bietet Workshops zur Schmuckherstellung an

Federn, Glas, Filz – man muss nur Ideen haben

Bückeburg (mig). Weihnachten naht und damit auch die hektische Suche nach Geschenken. Wer seine Lieben mit etwas Besonderen überraschen möchte, ist möglicherweise bei Susanne Bünte genau richtig. In ihrem Atelier an der Schulstraße bietet die Goldschmiedemeisterin Workshops zur Schmuckherstellung an.

veröffentlicht am 26.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 17:41 Uhr

Für Unkundige ist die Werkstatt eines Goldschmieds wie ein Abenteuerspielplatz. Ein Mini-Amboss, eine Drahtziehmaschine – und da: winzig kleine Hämmerchen. Wen juckt es da nicht, selber einmal Hand anzulegen und sich an der Herstellung ausgefallener Schmuckstücke zu versuchen. Ganz so einfach, wie es bei Susanne Bünte aussieht, ist es dann aber doch nicht. „Ich greife auf nichts Vorgefertigtes zurück, sondern mache alles selber“, sagt sie. Das zeigen auch ihre wunderschönen, auratischen Unikate, für die sie alle möglichen Materialien verwendet, sogar farbiges Plexiglas kommt bei ihr zum Einsatz. Ihre Philosophie: „An Material kann man alles bearbeiten, was als Schmuck dienen kann, etwa Federn, Glas, Filz. Man muss nur Ideen haben.“

Begonnen hat ihre Berufslaufbahn mit einem Studium in Hanau und einer Ausbildung beim Bückeburger Hofjuwelier Radloff. „Meine Oma hat immer gesagt: ,Das Kind wird mal Kunstgewerblerin‘“, erzählt Bünte. Wirklich zu sich gefunden hat die Bückeburgerin aber erst nach der Geburt ihrer Kinder. „Ich hatte Zeit und habe plötzlich Ideen förmlich ausgespuckt, so sind tolle Dinge entstanden.“ Neben den kreativen Möglichkeiten liebt sie an ihrem Beruf die „unglaubliche Bandbreite“ – sägen und feilen, löten, gießen und schmieden: „Vor 200 Jahren dauerte eine Lehre zur Goldschmiedin noch sieben Jahre, und nach meiner Meinung müsste man das wieder einführen“, sagt sie und lächelt.

Ihr Wissen gibt sie gerne weiter: Wer Interesse an den Goldschmiede-Techniken hat, kann sich bei ihr zu individuellen Workshops anmelden. Dann zeigt sie, wie mit Ossa Sepia (dem Rückenschulp eines Tintenfisches) ein Gussmodell hergestellt wird oder wie man alten Schmuck zu einem Unikat aufarbeitet. „Ich zeige den Kursteilnehmern, wie sie sich ihre Schmuckstücke selber herstellen. Besonders viel Spaß macht mir, wenn die Teilnehmer auch einmal etwas Neues versuchen.“

Kennenlernen kann man ihr Atelier (Schulstraße 16a) am 30. und 31. Oktober (jeweils ab 14.30 Uhr). Dann nämlich gibt Bünte ein Perlen-Event-Seminar und vermittelt Wissenswertes zur Geschichte der Perle, aber auch zu den Mythen, die sich um sie ranken. Präsentiert wird eine Kollektion von Perlen, der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, weitere Information (auch zu den Workshops) gibt es telefonisch unter 0160-2313227.




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