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Schutt wird weggeräumt / Verwaltung denkt über andere Lösungen nach / Heilmann hält Sportgelände für passend

Fehlstart für Feggendorfer Fest – Platz nicht geeignet

Feggendorf (bab). Der Flecken Lauenau lässt den Schutt vom Festplatz Feggendorf wieder entfernen. Die Feier zum 850-jährigen Bestehen beginnt mit einem Fehlstart. Sie muss an einen anderen Ort verlegt werden. Der Festplatz wird künftig wohl nicht mehr als solcher genutzt werden können.

veröffentlicht am 23.02.2009 um 22:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 10:41 Uhr

Nicht umsonst, aber vergeblich hat der Flecken mit dem Schutt vom alten Holzlager des ehemaligen Casala-Betriebes den Festplatz befestigt. Aufgrund der gesonderten Bestimmungen in Wasserschutzzonen, wird die Schicht jetzt wieder abgetragen. Das Gelände soll künftig wohl nicht mehr als Festplatz genutzt werden, wie Lauenaus stellvertretender Gemeindedirektor Jörg Döpke erklärt.

Da das betreffende Gelände in einer Wasserschutzzone der Kategorie III liegt, und Bürger in dem Schutt Material entdeckt hatten, das dort normalerweise nicht hineingehört, hatten sie Alarm geschlagen. Der Landkreis wurde informiert und gab an, für die Aktion keine Genehmigung erteilt zu haben. Auch eine nachträgliche Genehmigung sei bisher nicht von der Verwaltung beantragt, gibt der Kreis an.

Das hat einen Grund. „Das Wegräumen ist veranlasst“, sagt Döpke. Es sei geplant, den Schutt nun zum Aufbau des Betriebsplatzes am Bauhof in Pohle zu verwenden. Wie viel den Flecken die Aktion kosten wird, konnte Döpke nicht beantworten. „Das kann ich nicht sagen, ich weiß nicht, wie das organisiert wird.“ Der Feggendorfer Festplatz hat dann jedenfalls keinen geeigneten Untergrund mehr, um dort eine große Feier auszurichten. Doch die Verwaltung denkt ohnehin über andere Lösungen nach.

„Wir müssen uns Gedanken machen, ob ein Festplatz an so sensibler Stelle Sinn macht“, sagt Döpke mit Blick auf die Wasserschutzzone. Es hieße zwar, der Platz habe Bestandsschutz, aber die heutigen Anforderungen seien andere geworden. Alleine die Ausstattung, die bei Festen zu erwarten sei, habe sich verändert. Das Abwasser stelle bereits ein Problem dar.

Wie das Fest zum Jubiläum über die Bühne gehen soll, werde bei der nächsten Verwaltungsausschusssitzung erörtert, so Döpke. Er bestätigt aber Aussagen des Gemeindedirektors Uwe Heilmann, der als Veranstaltungsort das Sportgelände für geeignet hält. Dort seien sanitäre Anlagen, Anschlüsse und Licht vorhanden, zählt Heilmann auf. Auf dem Sportplatz finde kaum noch etwas statt. Es habe keinen Sinn, zwei Orte für Festveranstaltungen zu betreiben, sagte er im Hinblick auf einen Ausbau des Platzes oberhalb des „Kleinen Ranzens“. Die Einrichtung mit entsprechender Wasser- und Abwasserversorgung sowie elektrischer Einrichtungen würde 50- bis 100 000 Euro kosten. Außer dem Verwaltungsausschuss befasse sich auch das Festkomitee jetzt mit dem Thema.

Wie Döpke erklärt, würde der Ausbau der Wiesenstraße etwaigen Feiern am Sportgelände nicht entgegenstehen. Mit dem Bau werde erst begonnen, wenn die Jahrfeier gelaufen sei. Auch der Betrieb des Waldkindergartens sei von den Entwicklungen hinsichtlich der Wasserschutzzone nicht betroffen. „Für den liegt eine Genehmigung vom Landkreis vor“, versichert Döpke.

Der Schutt, mit dem der Flecken Lauenau den Feggendorfer Festplatz befestigt hatte, wird wieder abgetragen.

Foto: bab




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