weather-image
12°
×

Selbst Stehplätze heiß begehrt: Beste Stimmung im voll besetzten Schützenfestzelt

Feiern in Versform

Rodenberg. Bei diesem Fest hat es kaum jemanden auf den Stühlen gehalten: Als die „Schaumburger Musikanten“ am Schützenfestmontag im großen Festzelt aufspielten, schunkelten und klatschten bald sämtliche Besucher. Und das waren nicht wenige, selbst die Stehplätze waren sehr begehrt, nachdem die Bänke schon voll besetzt waren. „Auf dieses bürgerliche Miteinander können wir stolz sein“, freute sich Bürgermeister Ralf Sassmann. Fast 800 Liter Freibier waren außerdem durch Spenden für das Fest zusammengekommen – und am Nachmittag bereits aufgebraucht.

veröffentlicht am 13.07.2015 um 19:05 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 00:22 Uhr

Für eine besondere Premiere sorgte Oberst Michael Grädener. Aus Anlass des Jubiläumsjahres „400 Jahre Stadtrechte Rodenberg“ und des 150. Geburtstages von „Max und Moritz“ trug er seine Rede in Versform vor. Dabei ließ er die Stadtrechtevergabe sowie das Stadtfest 400 Jahre später auf ganz und gar erfrischende und humorvolle Weise Revue passieren.

Einen kleinen Seitenhieb gegen die Lauenauer, die anders als Bad Nenndorf, Apelern, Hülsede und Auetal keinen Vertreter zum Bürgerschützenfest geschickt hatten, konnte sich Grädener in seinem Vortrag dann doch nicht verkneifen. Bei einem angeblichen Gespräch zweier „Nachbarn“ Rodenbergs habe er deutlich gehört, wie sich der eine freute, dass sein Kurort sich auch Stadt nennen darf. „Der andere erkennt mit Schrecken: Wir bleiben auf der Karte nur ein Flecken.“

Ernst wurde es dann wirklich, als Grädener gemeinsam mit den Gästen kürzlich verstorbener Rodenberger gedachte – darunter Dietrich Hudalla, der selbst viele Jahre im Schützenfestkomitee aktiv war und vor allem die Heimatnachmittage am Sonntag immer wesentlich geprägt hatte, sagte Grädener anerkennend. Auch sein eigener Vater, Wilfried Grädener, selbst einst Mitglied des Komitees, war im vergangenen Jahr verstorben.

Für 40-jährige Mitarbeit im Schützenkomitee wurde schließlich Horst Tegtmeier geehrt, der nach den Worten von Bürgermeister Sassmann unter anderem 20 Jahre lang fürs Kinderschützenfest verantwortlich war. Grädener dankte zudem dem Verwaltungsmitarbeiter Günther Wehrhahn, der 35 Jahre lang Ansprechpartner im Rathaus für das Festkomitee gewesen war. Diese Aufgabe hatte in diesem Jahr erstmals Martin Schellhaus übernommen, dem Grädener schließlich ebenfalls für seine gute Arbeit dankte.gus, kle




Anzeige
Anzeige