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Motorsportler suchen Trainingsplatz

Ferienkinder geben „richtig viel Gas“

Bückeburg (wk). Zukunftssorgen beschäftigen den Motor-Club Bückeburg (MCB) im ADAC: Die seit Anfang des Jahres – als Ersatz für das Betriebsgelände der Stadthäger Spedition Bruns – auf dem Areal der ehemaligen Firma Braas in Rinteln gefundene Übungsmöglichkeit sei „vermutlich“ nicht von langer Dauer, berichtet Sabine Hilke, die stellvertretende Pressesprecherin des Clubs. „Wenn das Gelände verkauft wird, ist es vorbei.“

veröffentlicht am 20.07.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 09:21 Uhr

Dann müsse man den freitags von 17 bis 19 Uhr stattfindenden Trainingsbetrieb nämlich einstellen und in der Folge auch die zwölfköpfige Jugendgruppe auflösen, bestätigt der MCB-Sportleiter Udo Hilke. Gesucht werde daher ein in einem Gewerbegebiet gelegener, mindestens 1000 Quadratmeter großer Übungsplatz mit einem ebenen Pflaster- oder Asphaltbelag.

Bezahlen könne der MCB für die Nutzung zwar nicht, dafür würde man den Förderer des Vereins aber auf der Club-Homepage sowie auf Flyern und in Zeitungsartikeln erwähnen, was für ein Unternehmen ja auch eine gute Werbung wäre, ergänzt Sabine Hilke. Wer dem Verein helfen möchte, solle sich an Udo Hilke unter (0 57 21) 99 49 15 oder den stellvertretenden Sportleiter Andreas Götsch unter (0 57 22) 2 74 62 wenden. Völlig unberührt vom Damoklesschwert der Übungsplatzlosigkeit verlief indes die Ferienspaßaktion auf dem Schulhof der Bückeburger Grundschule Am Harrl. Knapp 30 Kinder nutzten am Samstag die Gelegenheit, sich abwechselnd hinter das Lenkrad eines fünfeinhalb PS-starken und circa 60 Kilogramm schweren Karts zu setzten und über den dort abgesteckten Slalomparcours zu kurven. Das Beste sei, „dass man richtig viel Gas geben kann“, zeigte sich denn auch Jan-Maurits Reuß begeistert. Ein bisschen Angst, „dass man irgendwo reinfährt“, sei zwar auch dabei, „aber irgendwie macht es auch viel Spaß“.

„Schnell durch die Kurven zu fahren“, gefiel auch Alexander Bode (8) ganz besonders. Aus Sicherheitsgründen müsse man dabei allerdings einen Schutzhelm, Handschuhe, festes Schuhwerk sowie einen langärmeligen Pullover und eine lange Hose tragen. Für zusätzliche Sicherheit sorgte zudem ein erwachsenes MCB-Mitglied, das das bis zu 50 Stundenkilometer schnelle Kart zur Not auch mit einer Fernsteuerung hätte abschalten können.

„Wenn man es zum ersten Mal macht, ist es schon schwer“, räumte Lisa Vogel (8) nach ihren erfolgreich absolvierten Slalomrunden ein. Vor allem das richtige Bedienen von Gas und Bremse sei kompliziert. Fenja Stellmacher (9) fand dagegen das Ein- und Aussteigen recht umständlich, hatte aber ebenfalls Spaß an der Geschwindigkeit.




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