weather-image
25°
×

Aus „Schnapsidee“ wird Tradition: In Rodenberg brennen die Weihnachtsbäume nach skandinavischem Vorbild

Feuer und Flamme für Knut – auch nach dem 13. Januar

Rodenberg (tes). Wohin mit den abgeschmückten Weihnachtsbäumen? Die Fußballer der dritten Herren der SG Rodenberg haben darauf schon vor fünf Jahren eine Antwort gefunden: Sie richteten auf dem Festplatz ein Knut-Fest aus und verbrannten bei Glühwein, Bier und Bratwurst die ausgedienten Tannen. Dabei haben sie sich nicht von der Fernseh-Werbung eines schwedischen Möbelhauses inspirieren lassen. Vielmehr sei die Idee am Tresen entstanden, berichtet der ehemalige Spartenleiter und Organisator Thomas Basenau.

veröffentlicht am 17.01.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 02:41 Uhr

Einige Kameraden haben diesen Brauch aus einem Urlaub in Schweden mitgebracht. Auch werden in Rodenberg die Bäume nicht im hohen Bogen aus dem Fenster geworfen, sondern von den Sportlern im Ort abgeholt.

Heute wollen die Rodenberger nicht mehr auf diesen symbolischen Abschluss der Weihnachtszeit verzichten und genießen am Feuer gemütliche Stunden. „Es macht Spaß und bringt ein kleines Zubrot für die Mannschaftskasse“, freute sich Basenau, als er den Stapel mit etwa 300 Bäumen ansteckte. Schnell schlugen die Flammen so hoch in den Abendhimmel, dass die zahlreichen Besucher großen Sicherheitsabstand hielten. Die zehn Feuerwehrleute warfen weitere Bäume ins Feuer. „Brennt wie Zunder“, sagte Zugführer Dirk Sassmann. Im Funkenregen war Brandschutzkleidung Pflicht.

Nach einer halben Stunde war die weihnachtliche Pracht Schnee von gestern. Schluss mit Feiern war jedoch nicht. Danach ging es zum Nachglühen zur After-Christmas-Party im Donnerbalken. Der St.-Knut-Tag ist eine skandinavische Tradition, benannt nach dem dänischen König Knut IV., der einer Überlieferung zufolge, die Anweisung gegeben hat, die sonst 13-tägige Weihnachtszeit auf 20 Tage zu verlängern. Der letzte Tag trägt seinen Namen.

Dass das Original in Schweden, Norwegen und Finnland am 13. Januar stattfindet, störte die Rodenberger nicht. Sie feierten lieber am Wochenende. Auch wenn die Resonanz hinter dem letzten Mal zurückgeblieben war, zog Basenau sehr zufrieden Bilanz und dankte den Helfern von B-Jugend und Feuerwehr, dem Treckerfahrer und den Grundstückbesitzern. „2012 startet das Knut-Fest wieder“, verspricht er – vielleicht eine Stunde später.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige