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Ausschuss: Samtgemeinde Rodenberg soll Führerscheine für Ehrenamtliche finanzieren

Feuerwehr: Jährlich acht neue Lizenzen

Rodenberg (bab). Die Feuerwehren grübeln, wie sie genügend Kameraden mit Führerscheinen für 7,5-Tonner ausstatten können. „Das macht unseren Wehren Sorgen“, sagte der Vorsitzende des Feuerschutzausschusses, Ralf Sassmann (WGR).

veröffentlicht am 10.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 06:41 Uhr

Nach Einschätzung des Gemeindebrandmeisters Jürgen Wilkening werden im kommenden Jahr mindestens acht weitere Kameraden gebraucht, die einen entsprechenden Führerschein machen müssen. Diese Rate falle danach wahrscheinlich jährlich an. Unterstützung vom Gesetzgeber erhoffen sich weder die Einsatzkräfte noch die Politiker. Der sogenannte „Feuerwehrführerschein“, der die Freiwilligen mit einem Pkw-Führerschein nach einer entsprechenden Ausbildung befähigt, auch Fahrzeuge bis 4,25 Tonnen zu fahren, nütze den Wehren in der Samtgemeinde nichts, so Wilkening. „Es gibt kaum Fahrzeuge, die in dem Bereich liegen“ und außerdem keinen Erlass dazu.

Bei der Finanzierung der Lizenzen sei man jährlich „schnell bei über 20 000 Euro angekommen“, überschlug Samtgemeindebürgermeister und Kämmerer Uwe Heilmann die Kosten für die Samtgemeinde. „Es ist zwar ärgerlich, dass wir da aufrüsten müssen, aber man sollte auch nicht lamentieren.“ Heilmann schlug vor, zu erfassen, welche Führerscheine vorhanden sind und welche in den Wehren gebraucht werden. Der Ausschuss stimmte einstimmig dafür, die entsprechenden Kosten für den Führerscheinerwerb im kommenden Haushalt vorzusehen.

Wilkening hält es bei der momentanen Gesetzeslage für sinnvoll, die Anwärter künftig in Gruppen auszubilden und dabei mit anderen Kommunen zusammenzuarbeiten. Es könnten mit Fahrschulen entsprechende Verträge geschlossen werden und durch die Zusammenfassung „ein guter Preis ausgehandelt werden“. Der Gemeindebrandmeister hielte es für optimal, wenn der Kreis die Ausbildung übernehmen würde.

Selbst wenn die Gebietskörperschaften die Kosten übernehmen, ist es offensichtlich nicht ganz einfach, Freiwillige zu finden. „Da schreien auch nicht alle gleich Hurra“, sagte Wilkening. Immerhin sei die Verantwortung für den Fahrzeugführer sehr groß. Die Rodenberger legen in diesem Punkt Wert auf Sicherheit. Da die Kameraden bei Notfällen unter erhöhtem Druck und Anspannung stehen, wird eine bestimmte Fahrpraxis vorausgesetzt.




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