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Stadtbrandmeister Marko Bruckmann: Wenn wir selber Hilfe benötigen, kommt keiner

Feuerwehr klagt über mangelnde Akzeptanz

Meinsen/Warber (bus). Marko Bruckmann hat vehement Klage über die seiner Ansicht nach zurückgehende Akzeptanz der Feuerwehr geführt. „Die Notrufnummer, um uns zu Einsätzen zu rufen, kennt jeder; aber wenn wir selbst Hilfe benötigen, kommt keiner“, sagte Bückeburgs Stadtbrandmeister während der Hauptversammlung der Feuerwehr Meinsen-Warber-Achum.

veröffentlicht am 11.02.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 06:21 Uhr

„Für mich ist das eine große Diskrepanz, ich kann es nicht verstehen, warum das komischerweise so ist“, führte Bruckmann aus. „Jeder will uns haben oder jeder braucht uns, aber wenn wir etwas brauchen...“, brach er eine weitere Ausführung ab. Es sei sicherlich ein Zeichen der Dankbarkeit und Ehrerbietung, dass Menschen mit Nadeln und Urkunden ausgezeichnet würden, mit Auszeichnungen allein sei es indes nicht getan.

„Was wir nicht brauchen, sind noch mehr Orden“, betonte der Stadtbrandmeister. Denn: „Mit Orden ziehe ich keinen Hering vom Teller.“ Bruckmann: „Wir brauchen Akzeptanz, wir brauchen Förderung von allen Seiten und wir brauchen Aktive und Kinder und Jugendliche. Das hilft der Feuerwehr und unserer Sache.“

Bürgermeister Reiner Brombach hatte zuvor – eingehend auf Äußerungen von Meinsen-Warber-Achums Ortsbrandmeister Dirk Dehne über eine sinkende Tendenz der Aktivenzahl – dargelegt, dass er bei Betrachtung der gesamten Feuerwehr in Bückeburg grundsätzlich keine Bedenken an der Wehrfähigkeit und der Einsatzfähigkeit habe. Der Rückgang im Bereich der aktiven Kameraden stelle „aber schon ein bedrückendes Zeichen“ dar. Ein Zeichen, dass allerdings angesichts der allgemein abnehmenden Bevölkerungszahl nicht nur die Feuerwehr treffe.

Das Stadtoberhaupt unterstrich die herausragende Rolle der freiwillig und ehrenamtlich engagierten Kameraden. „Die Feuerwehr ist über das übrige Ehrenamt sicherlich in jeder Beziehung hinauszuheben“, verdeutlichte Brombach.

Gelte es in diesem Fall doch, nicht nur Freizeit zu verwenden, sondern zum Wohle der Allgemeinheit da zu sein. Im Übrigen erfolge die Unterstützung durch die Stadt nicht ganz uneigennützig. „Wenn wir eine Berufsfeuerwehr installieren müssten, wäre das in wirtschaftlicher Hinsicht ein Fiasko für die Stadt“, erläuterte Bürgermeister Reiner Brombach. „Deswegen werden wir alles dafür tun, dass die Arbeit der Feuerwehr immer attraktiver wird.“




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