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Kein Raum für besondere Wünsche / Erste digitale Funkempfänger

Feuerwehren müssen sparen

Rehren (la). "Der Haushalt lässt keinen Raum für besondere Wünsche und Begehrlichkeiten", stellte Bürgermeister Thomas Priemer während der Sitzung des Feuerschutzausschusses klar. 136 200 Euro sind im Verwaltungshaushalt der Gemeinde Auetal für das Jahr 2007 für die öffentliche Sicherheit und Ordnung, für den Feuerschutz und das Feuerlöschwesen der Freiwilligen Feuerwehren eingeplant. Das sind 43 900 Euro mehr als im laufenden Jahr.

veröffentlicht am 27.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:19 Uhr

Die geplanten Kosten für die Aus- und Fortbildung der Feuerwehrleute wurden verdoppelt und mit 10 000 Euro veranschlagt. "Über einen Zuschuss zum Erwerb der Führerscheinklasse C müssen wir derzeit noch nicht nachdenken, auch wenn das im Fokus der Ortsbrandmeister steht", meinte Priemer. Da viele Feuerwehrfahrzeuge nur noch mit dem Führerschein C gefahren werden dürfen und diese Fahrprüfung nur noch von wenigen Feuerwehrleuten absolviert wird, sehen die Ortsbrandmeister hier Bedarf zur Unterstützung in Höhe von 1000 Euro. Große Ausgaben verursacht im Jahr 2007 die Anschaffung von digitalen Feuermelde- und Funkempfangsanlagen. Diese Umstellung erfolgt auf Kreis- und Landesebene. 11 400 Euro muss die Gemeinde dafür investieren. "Die digitalen Funkempfänger haben zahlreiche Vorteile", sagte Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Nothold. Man könne Texte durchgeben, einzelne Personen ansprechen, Alarm und Einsätze senden, Einsatzabbrüche melden und Informationen und Mitteilungen an die einzelnen Feuerwehrmänner weitergeben. "Die Feuerwehrleute sind einfach besser informiert", so Nothold. Die ersten digitalen Funkempfänger werden zwischen Weihnachten und Neujahr an die Ortsfeuerwehren Rehren, Antendorf und Hattendorf ausgegeben. 7000 Euro stellt die Gemeinde bereit, um den Mannschaftstransportwagen der Ortsfeuerwehr Kathrinhagen für Funkverkehr auszurüsten und somit einen Einsatzleitwagen einzurichten. Gekürzt wurde im Vermögenshaushalt. 132 700 Euro wurden hier veranschlagt, 28 800 Euro weniger als 2006. 85 000 Euro werden für den weiteren Aus- und Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Rolfshagen verwendet. In Rannenberg soll ein 100 Kubikmeter großer Löschwasserbehälter für Unabhängigkeit vom Netz sorgen. Bislang mussten die Rannenberger immer wieder mit Druckschwankungen kämpfen, wenn zusätzlich Wasser aus den Hydranten entnommen wurde. Außerdem hatte der Brandschutzprüfer des Landkreises festgestellt, dass die Löschwasserversorgung nicht mehr ausreicht. Die Kosten für den neuen Behälter wurden auf 20 000 Euro beziffert. "Alles wirklich Notwendige haben wir berücksichtigt", sagte Priemer. Von der Latzhose über Besen, Benzinkanister bis zur Sparlampe musste jedes Detail der Ausrüstung beantragt werden. "Wir müssen nur unbedingt darauf achten, dass im Rahmen des Brandschutzes und der Ausrüstung der Feuerwehrfahrzeuge die DIN-Vorschriften eingehalten werden", mahnte Rüdiger Teich (SPD).




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