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25 Jahre Lindenhof Wiebe in Volksdorf / Tag der offenen Tür mit zahlreichen Attraktionen

Flotte Bienen und kühles Bier beim Bio-Pionier

Volksdorf (svb). „Alles Bio“ lautete das Motto des Hoffestes auf dem Volksdorfer Lindenhof. Schon seit 25 Jahren betreibt die Familie Wiebe ökologischen Landbau auf ihrem Bauernhof. Anlässlich dieses Jubiläums hatte Hartmut Wiebe den Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und andere Unternehmen auf seinen Hof eingeladen. An zehn Ständen konnten sich die Besucher rund um das Thema Bio informieren.

veröffentlicht am 14.07.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 07:22 Uhr

Der studierte Landwirt kam über das Fach Biologie auf die Idee des ökologischen Landbaus. Auch seine Frau, die Biologin ist, habe ihn dazu angeregt. Auf diesem Gebiet sieht sich Wiebe als „Pionier im Landkreis“. Vor 25 Jahren wurde ihm klar, „dass sich hier eine echte Marktlücke auftat“. Also schob er den gesamten Hof auf die „regenerative Schiene“, so Wiebe. Natürlich müsse man vor einem solchen Schritt durchkalkulieren, ob er sich lohnt. Doch die Familie konnte ihre Bioprodukte vor einem Vierteljahrhundert zu guten Preisen verkaufen. Bis heute baut Wiebe Dinkel, Roggen und Weizen an.

Im Laufe der Jahre wurden ein Windrad und eine Holzpelletheizung auf dem Hof installiert. Auch Photovoltaikanlagen auf mittlerweile drei großen Dachflächen produzieren insgesamt 75 Kilowattstunden Strom, der an e.on verkauft und in das öffentliche Netz eingespeist wird.

Schon vor der Tür des Hofes konnten die Besucher des Hoffestes bestaunen, wie ein Topf Wasser durch die Bündelung von Sonnenstrahlen zum Kochen gebracht wird. Auch ein Karussell, dass nicht mit Strom, sondern durch Fahrradpedale mit Muskelkraft betrieben wird, lockte die Kinder an, wobei meistens die Väter als „Motoren“ herhalten mussten.

Wer Insekten das Überwintern leichter machen wollte, hatte die Möglichkeit, sich unter fachmännischer Anleitung sein eigenes Insektenhotel zu bauen. Anna Giehl von der Schaumburger Waldimkerei erklärte den Interessierten anhand eines Bienenschaukastens das rege Treiben in einem Bienenstock. „Schon um 11 Uhr standen die ersten Besucher vor der Tür“, freute sich Wiebe über den regen Andrang, der sich auf seinem Bauernhof einstellte.




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