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40 000 Euro Kosten, Stadt Bückeburg schießt die Hälfte zu

Förderverein kauft Wiesen in der Bückeburger Niederung

Bückeburg (wk). Für rund 40 000 Euro hat der Förderverein Bückeburger Niederung circa drei Hektar Grünland im Bereich der Bückeburger Niederung gekauft, die dem Naturschutz zur Verfügung gestellt werden sollen.

veröffentlicht am 31.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 03:21 Uhr

Eines dieser insgesamt fünf Grundstücke liegt nach Auskunft von Wolfhard Müller, dem stellvertretenden Vereinsvorsitzenden, am Heidornweg und grenzt an einer anderen Seite direkt an die durch das Gebiet fließende Bückeburger Aue an. Zur großen Freude des in Petzen wohnenden Naturschützers hat der Landwirt, der die Wiese derzeit gepachtet hat, zum 30. September in die Aufhebung des Pachtvertrages eingewilligt: Damit sei der Weg frei, um das Gelände von einer intensiven in eine extensive Nutzung zu überführen und es in eine für das Fließgewässer angedachte Renaturierungsmaßnahme einzubeziehen, so Müller. Entsprechende Gespräche über einen aufzustellenden Pflege- und Entwicklungsplan werde man sowohl mit der Stadt Bückeburg, zwischen deren Flächen die neue Errungenschaft liegt, als auch der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Schaumburg führen.

Die vier anderen erworbenen Grünflächen schließen dagegen an kreiseigene Grundstücke in den Amtmannschen Wiesen an: In Kürze wolle man auch mit dem Pächter dieser vier Parzellen Kontakt aufnehmen und mit ihm über die Pläne des Naturschutzes sprechen, berichtet Müller. Zudem soll hier ebenfalls mit dem Landkreis Schaumburg erörtert werden, wie diese Grünflächen am Besten im Sinne des Naturschutzes bewirtschaftet werden könnten.

Möglich wurde der Flächenankauf nicht zuletzt auch durch einen finanziellen Zuschuss von 20 000 Euro seitens der Stadt Bückeburg, betont Müller. Ärgerlich sei indes, dass der Förderverein Grunderwerbssteuer an das Land Niedersachsen zahlen müsse, obwohl der Verein gemeinnützig sei und der Kauf der Wiesen dem Gemeinwohl diene. Bei der Bückeburger Niederung handele es sich schließlich um ein bedeutsames Rast- und Brutgebiet für Vögel. Es wäre daher schön, wenn man die Grunderwerbssteuer auf anderem Wege wieder zurückerhalten würde.

Unabhängig davon hofft der Förderverein auf weitere Spenden beziehungsweise finanzielle Zuwendungen, um auch zukünftig Flächen in der Bückeburger Niederung kaufen zu können.




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