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Grundschule Evesen: Architekt präsentiert Entwurf / Nägel mit Köpfen gemacht / Stadt soll anschieben

Förderverein macht sich für Pausenhalle stark

Evesen (bus). An der Grundschule Evesen herrscht Unzufriedenheit über die derzeitigen räumlichen Gegebenheiten. Insbesondere seit der Umwandlung in eine Offene Ganztagsschule wird der Mangel eines großen Versammlungsraumes beklagt. Jetzt hat der Förderverein Nägel mit Köpfen gemacht und konkrete Pläne zum Bau einer Pausenhalle vorgestellt. Der vom Architekt Peter Hopf gefertigte Entwurf soll in naher Zukunft Lokal- und Stadtpolitikern präsentiert werden.

veröffentlicht am 11.05.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 21:21 Uhr

Hopfs Entwurf sieht die Errichtung eines 23 Meter langen und etwa zehn Meter breiten Anbaus am neuen Schulgebäude vor. Der zum Schulhof ausgerichtete Bau umfasst 215 Quadratmeter bebaute Fläche und 1400 Raumkubikmeter. Optischer Clou des Gebäudes, das einen Teil des Verbindungsflures einbezieht, ist ein über die gesamte Dachfläche reichendes und um 48 Grad geneigtes Glasdach. Die im oberen Bereich mit vier Solarsegmenten ausgestattete Glasfläche ist 260 Quadratmeter groß. Als weitere architektonische Pointe enthält die Konzeption an der rückwärtigen Seite eine bewegliche Wand, durch die das dahinter liegende Klassenzimmer in eine Bühne verwandelt werden kann.

Hintergrund der von Grundschulgesamtkonferenz und Kollegium mit breiter Zustimmung begrüßten Aktivitäten sind die momentan zur Verfügung stehenden öffentlichen Fördergelder. Der Hopf-Bau käme allerdings einem gewaltigen Schluck aus dem Fördertopf gleich. Der Architekt kalkuliert die Kosten zwischen 525 000 und 790 000 Euro. Gleichwie: Der Förderverein erwartet, „dass die Stadt das anschiebt“, sich um das Projekt kümmert und eigenständige Untersuchungen hinsichtlich Kosten und Statik anstellt.

An der Grundschule herrscht Einvernehmen über die Notwendigkeit zusätzlicher Räumlichkeiten. Die Situation, die Elternabende und Theateraufführungen massiv behindere und die Kinder zur Einschulung in die Kirche schicke, sei nicht länger hinnehmbar, heißt es. „Wir benötigen zwingend eine Pausenhalle“, sagt Fördervereinsvorsitzender Thomas Meier. „Wir haben der Stadt schon viel geholfen, jetzt ist sie in der Pflicht“, erklärt Hopf, der vor mehr als zwölf Jahren den Förderverein mit aus der Taufe hob. Schulleiter Rolf Thielke betont, dass das gesamte Schulleben mit der Verwirklichung der Pläne eine völlig neue Qualität erhalte.

Der Pausenhallenentwurf sieht die Errichtung eines 23 Meter langen Gebäudes mit großem Glasdach vor. Fotos: bus



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