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Bauausschuss vertagt Entscheidung über die Anschaffung eines „Regenwächters“

Fontänen noch ohne „Wächter“

Bad Nenndorf. Der Bauausschuss hat am Mittwochabend die Abstimmung über die Anschaffung eines „Regenwächters“ fürs Fontänenfeld vertagt. Die Politiker waren uneins darüber, ob es sinnvoll ist, die Wasserspiele bei Regen automatisch zu steuern.

veröffentlicht am 11.09.2013 um 21:48 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 07:42 Uhr

Den Einbau des Regensensors hatte Volker Busse (SPD) angeregt. „Wir begrüßen es, dass der Fontänenbrunnen nicht durchgehend sprudelt, aber er sprudelt manchmal auch im Regen“, so Busse. Daher sei die SPD dafür, einen 2800 Euro teuren „Regenwächter“ anzuschaffen. Dann müsste die Kur- und Tourismusgesellschaft (KurT) das Wasserspiel nicht mehr manuell ausschalten.

Erich Thies (CDU) warnte vor hohen Folgekosten, die sich hinter der zunächst nicht teuer erscheinenden Anschaffung verbergen könnten. Er habe bereits im Sportverein erlebt, dass in der Folge von an sich günstigen neuen Anlagen jedes Jahr hohe TÜV-Gebühren zu berappen sind.

Auch Erwin Biener (WGN) äußerte Zweifel und verlangte von der Verwaltung Angaben zum Einsparpotenzial. Denn die Regensteuerung soll vor allem die Strom- und Wasserkosten verringern. Biener verwies auch darauf, dass mit dem „Regenwächter“ zusätzliche Technik eingebaut würde, die ihrerseits Strom verbraucht.

Busse wunderte sich über die Aussagen aus den anderen Fraktionen. Der Kurpark werde für 3,5 Millionen Euro umgebaut, der Regensensor koste netto nur besagte 2800 Euro. Das Fontänenfeld sei optisch gelungen, aber im Regen, wenn ohnehin niemand auf der Promenade sei, müsse das Wasser nicht in die Höhe gepumpt werden.

Auch Stadtdirektor Bernd Reese lobte im Grundsatz die Wirkung des Fontänenfelds als Besuchermagnet. Selbst bei schwachem Regen gebe es Passanten, die die Promenade benutzen und sich an den Fontänen erfreuen. Reese zufolge steuern Menschen den Kurpark sogar gezielt an, wenn dort das Wasser sprudelt.

Michael Kosian (WGN) warf ein, dass die Kosten für den Sensor noch geringer sein dürften, weil es technisch ausreichen würde, eine solche Technik am Haus Kassel zu installieren und an die Computersteuerung anzuschließen. Dann wäre weniger Kabelstrecke nötig. „Ob es am Haus Kassel oder am Fontänenfeld regnet, das ist immer noch dasselbe“, so Kosian.

Auf Anregung des Ausschussvorsitzenden Herbert Kruppa wurde die Entscheidung vertagt. Die Verwaltung soll bis zum nächsten Bauausschuss-Termin klären, wie sich Strom- und Wasserkosten mit dem „Regenwächter“ verändern. gus




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