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Forderung der JU nach neuem Klinikum

Landkreis (rd). Der Arbeitskreis Wirtschaft der Jungen Union Schaumburg (JU) hat sich in einer Pressemitteilung zu dem geplanten Neubau eines zentralen Klinikums für den Landkreis Schaumburg geäußert. Arbeitskreisvorsitzender Markus Panzer begrüßte darin den großen Schritt des Landkreises: „Die derzeitige wirtschaftliche Situation der drei Krankenhäuser zusammen hat die Entscheidung der Verantwortlichen in Schaumburg unabdingbar gemacht.“

veröffentlicht am 19.02.2009 um 11:30 Uhr
aktualisiert am 04.12.2012 um 11:30 Uhr

Die gigantischen Defizite seien nicht mehr tragbar gewesen und hätten die Verschuldung des Landkreises noch weiter in die Höhe getrieben. Dafür sei die SPD-geführte Mehrheit im Kreistag verantwortlich, die diese Situation durch unterlassene Maßnahmen zur Defizitverringerung verursacht habe, so Panzer. Eine Chance für den Neubau sei, dass Menschen mit einem neuen Klinikum auch eine modernere medizinische Versorgung erwarten könnten und Patienten nicht mehr massenhaft nach Minden oder Hannover geschickt werden müssten.

Ebenso müsse allerdings alles dafür getan werden, um eine bessere verkehrstechnische Anbindung an Obernkirchen zu erreichen, schreibt Panzer in der Pressenotiz weiter. So solle darüber nachgedacht werden, den öffentlichen Personennahverkehr der Situation anzupassen. Auch stellt die JU deutlich heraus, dass die Schaffung eines zentralen Klinikums nicht als die große Chance verstanden werden dürfe, qualifiziertes medizinisches Personal zu entlassen. „Denn genau dieses Personal ist ein gewichtiger Faktor für die Attraktivität des Klinikstandortes Schaumburg“, machte Arbeitskreismitglied Timo Büsking deutlich. Auch wenn das Klinikum nicht mehr in der Hand des Landkreises sei, trage der Landkreis die Verantwortung für die Versorgung der Schaumburger Bürger und damit auch für das Personal des Klinikums. Dies sei gesetzlich so geregelt.

Zudem solle eine Schaffung von kleinen Ambulanzstationen an den bisherigen Standorten geprüft werden, um eine schnelle Notversorgung zu garantieren. Ebenso müsse eine sinnvolle Nachnutzung der bestehenden Gebäude im Sinne der Bürger sichergestellt werden. „Es dürfen keine Ruinen entstehen, die das jeweilige Stadtbild verschlechtern würden“, so Panzer. „Wir begrüßen den politischen Mut des Kreistages in dieser Entscheidung und sehen darin auch ein Signal für die Eigenständigkeit unseres Landkreises“, so JU-Kreisvorsitzender Marius Wüstefeld.




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