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Samtgemeinderat beschließt einstimmig / Keine entscheidenden Bedenken

F-Plan geändert: Klinik-Abriss jetzt in Sicht

Eilsen (sig). Der Abriss der seit vielen Jahren verwaisten Kurklinik und aller Nebengebäude bis hin zu einem früheren Geschäftshaus an der Arensburger Straße rückt mit großen Schritten näher. Den Weg dazu freigemacht hat jetzt der Samtgemeinderat mit seinem Feststellungsbeschluss für die 9. Änderung des Flächennutzungsplan es.

veröffentlicht am 09.07.2008 um 00:00 Uhr

In seiner Sitzung am Montagabend im "Heeßer Krug" trug der zuständige Planer Matthias Reinhold alle Anregungen und Hinweise vor, die von den Trägern öffentlicher Belange zu diesem Projekt vorgebracht worden sind. Entscheidende Bedenken waren nicht vorhanden. Punkt für Punkt stimmte der Samtgemeinderat über die Empfehlungen ab. In allen Fällen gab es keine Enthaltung und keine Gegenstimme. Der Bürgermeister der Gemeinde Bad Eilsen, Horst Rinne, nahm nicht an der Sitzung teil. Der Landkreis Schaumburg hat den Bau des geplanten Verbrauchermarktes mit einer 1200 umfassenden Verkaufsfläche aus der Sicht der Wirtschaftsförderung befürwortet. Das Projekt sei städtebaulich gut integriert. Auch aus verkehrspolitischen Überlegungen gab es keine grundsätzlichen Bedenken. Das gilt ebenso für die Belange der Landschaftspflege und des Naturschutzes. Aus raumordnerischer Sicht begrüßt der Landkreis die mit diesem Vorhaben verbundene bessere Versorgung der Bevölkerung mit Gütern des allgemeinen täglichen Grundbedarfs. Auch die Belange des Brand- und Katastrophenschutzes seien ausreichend berücksichtigt worden. Die Samtgemeinde geht davon aus, dass durch den neuen Verbrauchermarkt und die geänderte Flächennutzungsplanung keine erheblichen Auswirkungen auf den Masterplan zu erwarten seien. Auch der Umfang der versiegelten Fläche nehme nicht wesentlich zu. Durch die Verlagerung des bestehenden Edeka-Lebenmittelmarktes erwartet man keine das Kurgebiet erheblich beeinträchtigende Luftbelastung. Da der Neubau nur eine maximale Höhe von zehn Meter haben wird, rechnet die Samtgemeinde sogar eher mit einer besseren Durchlüftung dieses Bereiches. Eine Reihe von Maßnahmen soll dazu beitragen, dem Kurort das Prädikat "Heilbad" mit der Heilanzeige "Atem- wegserkrankungen" nachhaltig zu sichern. Dazu gehört eine weitere Verkehrsberuhigung in den Kurgebieten und in den Aufenthaltsbereichen der Kurgäste und Patienten. Außerdem sollen die Heizungsanlagen der Gewerbebetriebe und privaten Haushalte regelmäßig auf Stickoxid- und Ruß-Emissionen überprüft werden. Auch eine vermehrte Nutzung umweltfreundlicher Energiequellen und die Förderung solcher Projekte sollen forciert werden. Schließlich müssten die innerörtlichen Straßen in der wärmeren Jahreszeit bei länger anhaltenden Trockenperioden häufiger feucht gereinigt werden. Das gilt ebenso für den Parkplatzbereich des neuen Lebensmittelmarktes.




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