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Jahresabschluss mit Überraschung: CDU gibt bei Ehrungen die Bürgermeisterkandidatur bekannt

Fraktionschef Axel Wohlgemuth will es wissen

Bückeburg (bus). Vorstand und Fraktion der Bückeburger CDU haben sich darauf verständigt, im kommenden Jahr mit Axel Wohlgemuth zur Bürgermeisterwahl anzutreten. Die Entscheidung sei im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung einstimmig gefallen, erklärte Stadtverbandsvorsitzender Thorwald Hey während der Jahresabschlussveranstaltung von Vorstand und Fraktion in der Gaststätte Fenkner. „Ich freue mich auf die Herausforderung“, gab Wohlgemuth dem heftig applaudierenden Auditorium zu verstehen.

veröffentlicht am 19.12.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 10:41 Uhr

Im Mittelpunkt der Zusammenkunft hatten eigentlich Ehrungen langjähriger Parteimitglieder und ein gemeinsames Abendessen stehen sollen. Da aber auch der CDU-Landtagskandidat Mike Schmidt im Kreis der Besucher zu finden war, kam das Aufklingen einiger Wahlkampftöne nicht überraschend. Schmidt sprach vor allen Dingen die Themenfelder „Faurecia“ und „Bildung“ an. Mit Blick auf das Stadthäger Unternehmen kritisierte der Kandidat das Verhalten der politischen Gegenseite. „Das Thema hat im Wahlkampf nichts zu suchen.“ Es sei der Sache nicht zuträglich, „mit dem Oberbürgermeister von Hannover dorthin zu fahren, der absolut nichts für diese Menschen machen kann“, formulierte er spitz.

Er stehe in permanentem Kontakt mit dem EU-Abgeordneten Burkhard Balz und der Staatskanzlei. Dort werde sehr hart an der Sache gearbeitet. Schmidt: „Das ist etwas, was wesentlich sauberer ist, als ein Getöse zu machen und sich in dem Werk abfotografieren zu lassen.“ Beim Stichwort „Bildung“ hielt der Kandidat fest, dass die Entwicklung „weg von der Drei- und hin zur Zweigliedrigkeit, also Oberstufen und Gymnasien und nebenbei auch noch geduldete oder zulässige Integrierte Gesamtschulen“ der richtige sei. Insbesondere gelte das Motto: „Finger weg von den Gymnasien.“

Im „regulären“ Teil des Abends würdigte Wohlgemuth die Verdienste von Heike Donath, Ruth Harmening und Melanie Thiem, die sich ständig auf freiwilliger Basis in der Fraktionsarbeit engagieren. Hey sprach den Jubilaren Lob und Dank aus. Einer Besonderheit der christdemokratischen Anerkennungskultur folgend, wurden nur Frauen und Männer mit 30-jähriger und geringerer Mitgliedschaft ausgezeichnet. Die höherjährigen Mitgliedschaften sind bereits auf dem Kreisparteitag geehrt worden.

Auf Heys Liste standen: Reiner Brandt (30 Jahre); Friedrich Rösener und Helmut Schlehe (25 Jahre); Bernhard Kretschmer und Christian Niemann (20); Reiner Gruson (15); Ulrike Eggers und Frank Starnitzke (10); sowie Gudrun Wuttke, Katja Bolanz, Dietmar Eggers, Holger Schmidt, Ruthild Wehmeyer und Hildegard Bolanz (5 Jahre).




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