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Adolfinum mit 13 neuen Lehrern / Sieben sind gegangen / Wieder sehr große fünfte Klassen

Freude über „hohe personelle Verstärkung“

Bückeburg (rc). Gestern hat das neue Schuljahr begonnen. Genügend Lehrer? Genügend Klassenräume? Klassenstärken? Mangelfächer? Mediale Ausstattung? Oder wo kann mit den Mitteln aus dem Konjunkturprogramm saniert werden? Ein Überblick über die Situation der weiterführenden Schulen in Bückeburg.

veröffentlicht am 06.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 07:21 Uhr

Gymnasium Adolfinum: Das Adolfinum kann sich über 13 neue Lehrer freuen, die mit Beginn des Schuljahres am Gymnasium angefangen haben, sieben haben aufgehört. „Eine hohe personelle Verstärkung, gerade auch im Hinblick auf den Doppeljahrgang, der 2011 sein Abitur ablegen wird“, freut sich Direktor Hans-Ulrich Gosemann. In der Oberstufe können aufgrund der guten personellen Ausstattung alle vier Schwerpunkte – Mathe/Naturwissenschaften, musischer Bereich, gesellschaftspolitischer/wirtschaftlicher Bereich und Sprachbereich – besetzt und belegt werden. „Eigentlich sind wir allen Wünschen gerecht geworden“, so Gosemann. Rund 240 Abiturienten wird das Adolfinum 2011 ins Berufsleben entlassen.

Die neuen Lehrer bringen allesamt die Qualifikation für den Sekundar-I- und -II-Bereich mit. Die Situation des vergangenen Jahres, als sich das Adolfinum mit zahlreichen „Feuerwehrkräften“ über die Runden retten musste, ist damit vorbei. Damals mussten Studienräte aus den unteren Klassen in die Oberstufe abgezogen werden, um dort den qualifizierten Unterricht zu erteilen, während die Lehrkräfte, die nicht die Qualifikation für die Oberstufe hatten, in die unteren Jahrgänge geschickt wurden. Klassenlehrerwechsel während des Schuljahres waren die Folge.

Mit den neuen Lehrern können die Mangelfächer Mathe und Physik „abgemildert“ werden. Nach wie vor drückt es aber in Kunst, Politik und Wirtschaft. Zwei zur Verfügung stehende Stellen konnten wegen der allgemeinen Lehrerknappheit nicht besetzt werden, für eine Stelle läuft derzeit noch ein Auswahlverfahren. Gosemann: „Wir hoffen, dass das noch klappt.“

Sandra Behsler

Mit Beginn des neuen Schuljahres werden am heutigen Freitag 125 Kinder am Gymnasium eingeschult, so viel wie im vergangenen Jahr. Die vier Klassen sind damit – wie im Vorjahr – sehr groß: zwischen 31 bis 32 Schüler. Sechs Anmeldungen fehlten, um nach den Vorgaben des Kultusministeriums eine fünfte Klasse einrichten zu dürfen.

Mit Beginn des Schuljahres wird das Adolfinum – als eine der letzten Schulen des Landkreises – auch zur verlässlichen Ganztagsschule: Schüler der Klassen 5 bis 9 werden – nach Anmeldung – von 8 bis 15.30 Uhr betreut. Nachmittags werden Hausaufgabenbetreuung, Spiele und Sport und noch einiges mehr angeboten. Drei Räume wurden ausschließlich für den Ganztagsbetrieb hergerichtet. Zwei Honorarkräfte wurden eingestellt, voraussichtlich kommt noch ein Sozialarbeiter hinzu. Bisher liegen knapp 40 Anmeldungen vor. Noch bis in 14 Tagen sind Anmeldungen möglich.

Baulich werden in naher Zukunft drei Fachräume für Bio, Chemie und Physik umgebaut, eine Forderung der Schulinspektion. Aus dem Konjunkturprogramm kann auch das Adolfinum auf drei Klassensätze Notebooks hoffen. Der entsprechende Antrag liegt dem Landkreis Schaumburg vor.

Noch eine Nachricht: Die seit einem Jahr vakante Stelle des Konrektors ist besetzt: von Sandra Behsler, die nach sieben Jahren als Lehrerin an der deutschen Schule aus Barcelona zurück nach Niedersachsen gekehrt ist. Sie unterrichtet Mathe und Chemie: „Ein große Schule mit einem bunt gemischten Kollegium. Auf jeden Fall eine spannende Aufgabe.“




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