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Vor Gericht: Acht Monate mit Bewährung, 200 Sozialstunden / Opfer tischt ein Märchen auf

Freundin voll in den Bauch getreten

Bückeburg. Wenn die Liebe hinfällt: Auf offener Straße hat ein Bückeburger (34) seine Freundin so heftig in den Bauch getreten, dass die Frau zu Boden ging. Der Mann ließ jedoch nicht von der 31-Jährigen ab, sondern deckte sie mit Schlägen auf den Oberkörper ein. Zum Verhängnis wurde ihm, dass ein Augenzeuge die Tat auf dem Parkplatz am Bergbad beobachtet hatte. Die Frau, zurzeit ohne festen Wohnsitz, sagte dagegen vor Gericht zugunsten ihres Freundes aus.
„Er hat mich nur ein bisschen geschubst, das war’s auch schon. Dann sind wir zusammen nach Hause gegangen“, behauptete sie. Der Zeuge müsse „einen Sprung in der Schüssel“ haben, „der hat Langeweile“. Das könnte Folgen haben: „Ich glaube, Sie lügen uns hier gerade an“, meinte Staatsanwalt Timo Goldmann zu der Frau. Der 31-Jährigen droht nun ein Verfahren wegen uneidlicher Falschaussage. Darauf stehen mindestens drei Monate Freiheitsstrafe.

veröffentlicht am 16.02.2016 um 11:17 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 05:41 Uhr

Bückeburg. Wenn die Liebe hinfällt: Auf offener Straße hat ein Bückeburger (34) seine Freundin so heftig in den Bauch getreten, dass die Frau zu Boden ging. Der Mann ließ jedoch nicht von der 31-Jährigen ab, sondern deckte sie mit Schlägen auf den Oberkörper ein. Zum Verhängnis wurde ihm, dass ein Augenzeuge die Tat auf dem Parkplatz am Bergbad beobachtet hatte. Die Frau, zurzeit ohne festen Wohnsitz, sagte dagegen vor Gericht zugunsten ihres Freundes aus.
„Er hat mich nur ein bisschen geschubst, das war’s auch schon. Dann sind wir zusammen nach Hause gegangen“, behauptete sie. Der Zeuge müsse „einen Sprung in der Schüssel“ haben, „der hat Langeweile“. Das könnte Folgen haben: „Ich glaube, Sie lügen uns hier gerade an“, meinte Staatsanwalt Timo Goldmann zu der Frau. Der 31-Jährigen droht nun ein Verfahren wegen uneidlicher Falschaussage. Darauf stehen mindestens drei Monate Freiheitsstrafe.
Zunächst aber hat das Amtsgericht jetzt den Mann verurteilt. Weil der Bückeburger mit Winterstiefeln zugetreten hatte, erkannte Richter Dr. Dirk von Behren auf gefährliche Körperverletzung und verhängte eine Freiheitsstrafe von acht Monaten, ausgesetzt zur Bewährung. Damit die Entscheidung nicht bloß auf dem Papier steht, kommen 200 Stunden gemeinnützige Arbeit hinzu. Die schweren Schuhe gelten als „gefährliches Werkzeug“ im Sinne des Gesetzes.




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