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Aktivisten des Naturschutzbundes arbeiten am Waldrand in Bergdorf / Gartenrotschwanz auf der Streuobstwiese

Frische Moortümpel warten auf Molche und Insekten

Bückeburg (möh). Enorm viel Zeit verbringen derzeit die Aktivisten des Naturschutzbundes (Nabu), Ortsgruppe Bückeburg, auf ihrer neu angelegten Streuobstwiese am Waldrand in Bergdorf. Umfangreiche Arbeiten sind zu erledigen, die die Mitglieder jedoch mit viel Spaß absolvieren. Stolz sind sie ferner darauf, dass auf der Wiese auch Gartenrotschwänze beobachtet werden. Dieser Vogel ist aktuell zum Vogel des Jahres ausgerufen worden.

veröffentlicht am 13.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 19:21 Uhr

Einige fleißige Hände trafen sich jetzt in Bergdorf, um das Gelände und die Bäume fit für den Winter zu machen. Auch legten sie, da die Obstwiese relativ feucht ist, zwei Blänke an, die umgangssprachlich auch als Moortümpel bezeichnet werden. Hierbei erhielt der Naturschutzbund jedoch Unterstützung per Bagger, da ebenfalls kleine Bachläufe zu den Tümpeln anzulegen waren. In diesen natürlichen Gräben und in den Bänken sollen sich Molche, Frösche, Kröten und vom Aussterben bedrohte Insekten ansiedeln. Die Tümpel am unteren Teil des Hangs der Wiese waren noch nicht ganz ausgehoben, da staute sich bereits das erste Wasser an. Besonders zufrieden zeigen sich die Nabu-Mitglieder, dass der Gartenrotschwanz Vogel des Jahres 2011 geworden ist und eine Obstwiese wie in Bergdorf zu den typischen Lebensräumen des Vogels gehört. Mit den hochstämmigen Obstbäumen sorgen sie für ein gutes Angebot an Nisthöhlen, während die insektenreichen Wiesen beste Jagdmöglichkeiten bieten. So kann zum Beispiel ebenfalls eine zeitlich gestaffelte Mahd auf den Wiesen viel bewirken, einzelne Bereiche bleiben eine Zeit lang stehen, während andere bereits gemäht werden. Ein vielfältiges Mosaik entsteht, das nicht nur ideale Nahrungshabitate für den Gartenrotschwanz bietet, sondern sich insgesamt positiv auf die Tier- und Pflanzenvielfalt auswirkt. Der Naturschutzbund Bückeburg wird im Frühjahr wieder Schafe auf die Obstwiese treiben, damit das Gras ökologisch „gekürzt“ wird.

Am Rand der Streuobstwiese haben die Nabu-Aktivisten an den hohen Bäumen bereits viele Nistkästen für die heimische Vogelwelt aufgehängt. Im Frühjahr ist es geplant, noch ein größeres Insektenhotel aufzustellen. Schließlich und endlich schnitt die Nabu-Ortsgruppe die im Frühjahr gepflanzten verschiedenen Obstbäume. In den ersten drei Jahren, so teilte ein Sprecher mit, sind vernünftige Baumschnitte für die weitere Entwicklung überaus wichtig.

Übrigens: Einer der kleinen Apfelbäume auf der Wiese trägt bereits zwei Früchte, wie die Helfer des Naturschutzbundes erfreut feststellten.




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