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Viele neugierige Besucher beim ersten „Altenhäger Apfelfest“ / Rezeptsammlung wird gedruckt

Frischer Saft aus vielen Früchten

Altenhagen II (nah). Dass Apfel nicht gleich Apfel ist, haben in diesen Tagen viele große und kleine Besucher des ersten „Altenhäger Apfelfests“ erfahren. Als Mus und in Kuchen, als Saft und sogar als Bastelzutat war die frische Ernte zu erleben. Die gastgebende „Arbeitsgemeinschaft der örtlichen Vereine“ aber verfolgte mit der originellen Veranstaltung jedoch ein ganz besonderes Ziel: die Aufmerksamkeit auf die in den vergangenen Jahren in der Feldmark gepflanzten unterschiedlichen Sorten zu lenken.

veröffentlicht am 11.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 08:22 Uhr

Lara und Celina konnten sich die merkwürdigen Namen wie Jonagold und Gravensteiner, Boskop und Renette, Cox Orange und Berlepsch, Ingrid Marie und Jakob Lebel natürlich nicht merken. Die beiden Schülerinnen wählten aber besonders schöne Äpfel aus: Einer hatte eine rote Schale mit gelben Streifen, der andere war einfach nur grün. Beide aber erhielten nun einen kleinen Kopf aus Styropor, ein Hütchen und eine elegante Halskrause – und schon war das Kunstwerk fertig.

Dass so viel Basteleifer natürlich hungrig und durstig macht, war kein Problem. Kräftige Erwachsene wechselten sich an der großen Presse ab: An Ort und Stelle entstand leckerer Apfelsaft aus den zuvor zerkleinerten und sorgfältig gewaschenen Früchten. Da wollten auch die vielen großen Besucher einmal zugreifen und probieren.

Die Kelter hatte übrigens die Rodenberger Ortsgruppe des Naturschutzbunds (Nabu) verliehen. Am Morgen war deren Vorsitzender Gerhard Hurek nach Altenhagen II gekommen und gab eine entsprechende Bedienungsanleitung. Zu dieser Stunde trafen bereits die ersten Kuchen ein: Etliche Variationen aus Teig mit Äpfeln gruppierten sich auf einer langen Tafel. Hinzu kamen Kartoffelpuffer mit einer ordentlichen Portion Apfelmus.

Das Apfelfest begann mit einer Erntedankandacht unter der Leitung von Diakonin Hildburg Peickert. Nicht nur der strahlend schöne Herbsttag sorgte für einen gelungenen Rahmen: Die Veranstaltung auf dem idyllisch gelegenen Bouleplatz des Dorfes erlebte im wahrsten Wortsinn neugierige Zaungäste: Pferde auf der nahen Weide wollten sich das Geschehen nicht entgehen lassen. Wahrscheinlich haben auch sie auf leckere Äpfel spekuliert.

Das erste Apfelfest im Dorf erfährt demnächst ein Nachspiel. Etliche Einwohner haben bereits Rezepte für ein „Altenhäger Apfelallerlei“ abgegeben. Zum Beginn der Adventszeit wird die Sammlung in gedruckter Form erscheinen. Wer noch eine Zubereitungsart von Speise oder Getränk in Verbindung mit der Baumfrucht weiß, sollte diese notieren und umgehend bei Gundi Lambrecht abgeben.




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