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Landschaft präsentiert Lu Seegers als Nachfolgerin von Sigmund Graf Adelmann

„Froh, dass wir sie gewinnen konnten“

Bückeburg. Dr. Lu Seegers wird am 1. Juli dieses Jahres die Nachfolge von Sigmund Graf Adelmann im Amt der Geschäftsführung der Schaumburger Landschaft antreten. „Frau Seegers freut sich darauf, an die Erfolge ihres Vorgängers anzuknüpfen und neue kreative Ideen zu entwickeln“, gab Landschaftsvorsitzender Dr. Klaus-Henning Lemme während der Vorstellung der Nachfolgeregelung zu verstehen.

veröffentlicht am 23.02.2016 um 17:37 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 04:22 Uhr

Adelmann wird am 30. Juni nach 21 Jahren Tätigkeit bei der Schaumburger Landschaft in den Ruhestand wechseln. Dank vieler interessanter Projekte, etwa der Reise des Fürsten Ernst durch Schaumburg anlässlich des Jubiläums „900 Jahre Schaumburg“ oder der Modedesign-Unternehmung „Nach Neuem Trachten“ wurde die Landschaft durch seine Arbeit weit über Schaumburgs Grenzen hinaus wahrgenommen.

Seegers, Jahrgang 1968, stammt aus Stadthagen und hat sich als Historikerin mit kultur- und zeitgeschichtlichen Themen beschäftigt. Sie ist Privatdozentin an der Universität Hamburg und zurzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in der Elbe-Metropole. Im Auswahlverfahren, für das sich insgesamt 92 Interessenten gemeldet hatten und in dem die Zahl der Kandidaten zunächst auf acht und dann auf vier reduziert worden war, setzte sie sich dem Vernehmen nach einstimmig durch.

„Wir sind froh, dass wir sie gewinnen konnten“, sagte Lemme. Deren Herausfiltern sei dem die Entscheidung fällenden Vorstand nicht schwer gefallen. „Sie bringt eine hohe Qualifikation im wissenschaftlichen Bereich mit, stammt aus dem Schaumburger Land, kennt sich hier und als Leiterin des Arbeitskreises Geschichte auch bei der Schaumburger Landschaft aus.“ Was für den Vorstand ebenfalls sehr wichtig gewesen sei. Dessen Vorsitzender: „Mit Frau Dr. Seegers wissen wir, wen wir haben.“

Die designierte Geschäftsführerin, die in Hannover Geschichte und Politik studierte, hat dort viel kulturell gearbeitet. „Ich habe ehrenamtlich Konzerte, Lesungen und Ausstellungen organisiert, was mir sehr viel Spaß bereitet hat“, erläuterte die heute am Steinhuder Meer wohnende Seegers. Als Leiterin der AG Geschichte realisierte sie die Buchprojekte „Geschichte Schaumburger Frauen“ und „Erinnerungen Schaumburger Familien“.

Bei diesen Vorhaben sei es ihr wie in der Wissenschaft stets darum gegangen, erfahrungsgeschichtliche, alltagsgeschichtliche, mediengeschichtliche und kulturgeschichtliche Themen aufzugreifen, die auch nah an den Menschen sind. Ihre Doktorarbeit habe sich mit der 1931 beginnenden Geschichte der Programmzeitschrift „Hör zu“ beschäftigt; ihre Habilitation handele von kriegsbedingter Vaterlosigkeit.

In ihrer zukünftigen Position will Seegers besonderen Wert auf die Förderung der Kultur in deren gesamter Bandbreite legen. „Ich hinterlasse einige Baustellen wie beispielsweise das Thema Demografischer Wandel oder Dinge im IT-Bereich“, legte Adelmann dar, der seiner Nachfolgerin großes Lob zollte. „Sie war unter den 92 Bewerbern eindeutig in allen Schritten immer die Beste.“

Baustellen, erwiderte diese, an die sie gut anknüpfen könne. Etwa mit der Vernetzung der Arbeitsgemeinschaften untereinander, einem mobilen Reiseführer fürs Mobiltelefon oder einem eigenen Angebot für Flüchtlinge. „Heimat ist nichts Exklusives, auch Flüchtlinge können einen Bezug zu ihrem neuen Wohnort oder gar Heimatgefühle für diesen entwickeln“, erklärte Seegers.

„Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass Graf Adelmann mit ziemlich großen Schuhen durchs Land gereist ist, aber Frau Dr. Seegers wird die richtige Schuhgröße haben“, prognostizierte Lemme. bus




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