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Singgemeinschaft mit neuem Vorstand / Gisela Vogt will sich verstärkt anderen Aufgaben widmen

Führungskrise abgewendet

Bückeburg. Wie geht es mit der „Bückeburger Singgemeinschaft“ weiter? Das war die zentrale Frage, die bei der Jahresversammlung des Vereins zu klären war.

veröffentlicht am 15.01.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 21:22 Uhr

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Auf der Tagesordnung stand nämlich nicht weniger als die Neuwahl des kompletten Vorstandes, nachdem dieser bereits im Vorfeld nahezu geschlossen kundgetan hatte, die jeweiligen Vorstandsämter ab diesem Termin nicht mehr ausüben zu wollen. Und das, obwohl die stellvertretenden Funktionsträger laut Satzung eigentlich noch ein Jahr hätten bei der Stange bleiben müssen. Denn turnusmäßig werden die Ehrenämter bei der Bückeburger Singgemeinschaft im Wechsel für jeweils zwei Jahre gewählt. Demnach sind in einem Jahr der Vorsitzende, der Kassierer und der Schriftführer dran, im anderen Jahr dagegen der stellvertretende Vorsitzende, der stellvertretende Kassierer und der stellvertretende Schriftführer.

Den Ernst der Lage konnte man auch daran erkennen, dass anders als sonst nicht zuerst ein Imbiss kredenzt wurde, um die Versammlungsteilnehmer für die danach folgende Abarbeitung der formalen Tagesordnung zu stärken. Statt dessen wurde diesmal der offizielle Teil nebst Vorstandswahl an den Anfang gestellt, während der Kartoffelsalat und die Bockwürstchen erst später serviert wurden.

Die komplette Neuwahl des Vorstandes sei – eben wegen der üblicherweise im jährlichen Wechsel vollzogenen Wahlen – ein einmaliger Vorgang in der mittlerweile 34 Jahre langen Historie der Bückeburger Singgemeinschaft, betonte Gisela Vogt, die scheidende Vorsitzende. Bereits bei der Jahresversammlung 2013 habe sie jedoch deutlich gemacht, dass es das letzte Mal sein würde, dass sie das Amt der Vereinsvorsitzenden bekleiden werde. Zukünftig wolle sie sich nämlich verstärkt ihren anderen ehrenamtlichen Aufgaben widmen – allen voran der Leitung der Hospizgruppe Schaumburg, aber auch der Arbeit im Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bückeburg. Zudem wolle sie mehr Zeit für ihr künstlerisches Schaffen als Mitglied der Ateliergemeinschaft Bückeburg haben und zuguterletzt brauche sie ihre Kraft „auch ein bisschen“ für sich selbst.

Nach insgesamt zwölf Jahren als Vorsitzende hat Gisela Vogt dieses Ehrenamt nun abgegeben.

So weit, so gut. Das Problem war bloß, dass die damalige Ankündigung dazu geführt hatte, dass die übrigen Vorstandsmitglieder ohne Gisela Vogt als Vorsitzende ihre Vorstandsämter nun ebenfalls nicht mehr fortführen wollten. Doch so dramatisch sich die Situation auf erste Sicht dargestellt hatte und wie sich die Dinge im Falle einer mangels Kandidaten gescheiterten Vorstandswahl hätte entwickeln können, kam es letzten Endes nicht. Im Gegenteil: Statt bei der Jahresversammlung händeringend nach geeigneten Bewerbern für die zu besetzenden Ämter suchen zu müssen, ging die Neuwahl des Vereinsvorstandes vielmehr ruckzuck über die Bühne. Vogt selbst hatte sich nämlich schon eine Nachfolgerin (Gisela Seeger) für ihren Posten ausgeguckt, die sie den Vereinsmitgliedern als Wahlvorschlag präsentieren konnte. Ohne Aufstellung einer Gegenkandidatin votierte die Versammlung denn auch (bei zwei Enthaltungen) für Gisela Seeger als Vorsitzende der Bückeburger Singgemeinschaft. Die wiederum hatte ebenfalls im Vorfeld Gespräche innerhalb des Vereins geführt, um ihrerseits Kandidaten für die übrigen Ämter vorschlagen zu können.

Schlag auf Schlag wurden diese Posten dann wie folgt besetzt: Renate Busche (stellvertretende Vorsitzende), Brigitte Strathmann (Kassenwartin), Sigrid Lepuschitz (stellvertretende Kassenwartin), Dieter Keseberg (Schriftführer) und Ursula Ritter (stellvertretende Schriftführerin, wiedergewählt). Einem entspannten Genuss des Kartoffelsalates und der Bockwürstchen stand somit nichts entgegen.




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