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Fünf „Vermisste“ schnell gefunden

Löschzug West und Feuerwehr Kreuzriehe-Helsinghausen proben den Ernstfall

veröffentlicht am 02.09.2013 um 20:45 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 07:42 Uhr

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Autor:

Guido Scholl

Horsten. Der Löschzug West der Samtgemeinde Nenndorf und zusätzlich die Feuerwehr Kreuzriehe-Helsinghausen haben am Montagabend in Horsten den Ernstfall geprobt. Mit mehreren Einsatzfahrzeugen und mehreren Dutzend Einsatzkräften „retteten“ die Brandschützer bei einer Übung an der Straße Ostende fünf „Opfer“ aus einem „brennenden“ Gebäudekomplex.

Das leer stehende Haus Nummer 29 mit angrenzender Scheune stand laut Alarmierung in „Flammen“. „Vermisst“ waren in der Scheune zwei Menschen, in dem verqualmten Haus drei. Eine Nebelmaschine sorgte für realitätsnahe Bedingungen: Als die alarmierten Feuerwehren des Löschzugs West – Ohndorf, Riepen und Horsten – vier Minuten nach dem Alarm eintrafen, war das Obergeschoss des Hauses ebenso voller Rauch wie das Arbeitsgebäude. Zwei der „Vermissten“ wurden von zwei Jungen dargestellt, für die anderen zu bergenden „Opfer“ mussten „Dummies“ herhalten.

Nach dem Eintreffen vor Ort machten sich die Horster Feuerwehrleute daran, die Wasserversorgung herzustellen, während einige Kameraden bereits die Atemschutzausrüstung anlegten. Zwei Feuerwehrleute drangen kurze Zeit später in das Haus ein und machten sich auf die Suche nach den beiden Jungen, die mit vernehmlichen „Hilferufen“ auf sich aufmerksam machten. Ein kurzer Funkausfall stoppte die Einsatzkräfte, dann fanden sie die Jungen recht schnell und brachten sie in „Sicherheit“.

Unterdessen errichtete die Feuerwehr Helsinghausen-Kreuzriehe ein Zelt, in dem die Atemschutzgeräteträger nach getaner Arbeit im Ernstfall versorgt worden wären. Mitglieder der Feuerwehren Ohndorf und Riepen hatten da bereits die zwei „Dummies“ in der Scheune aufgestöbert. Ein auf dem Außengelände entzündeter Haufen wurde mit Wasser gelöscht. Andere Einsatzkräfte schleusten Autofahrer an den Schläuchen auf der Straße vorbei, damit das Material keinen Schaden nahm.

Feuerwehr-Pressesprecher Marco Thiele beurteilte die Übung in einem vorgezogenen Fazit als „erfolgreich“. Die Einsatzkräfte seien schnell an Ort und Stelle gewesen, die „Vermissten“ zügig gefunden worden, und Pannen habe es auch keine gegeben. Vorsicht war bei der Übung aus einem Grund nicht geboten: Scheune und Wohnhaus sollen in zwei Wochen abgerissen werden.

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