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Rintelner Hospizverein: Zwei Koordinatorinnen angestellt / 619 Stunden gearbeitet

Für die Hospizarbeit weit gefahren

Rinteln (who). Der Hospizverein Rinteln ist seit seiner Gründung im Jahr 2001 auf zurzeit 149 Mitglieder angewachsen, berichtete die Erste Vorsitzende Christine Deppmeyer zur Hauptversammlung. Generell sei zu sagen: „Wir sind in der Hospizarbeit in Rinteln gut aufgestellt und leisten auch über die Grenzen der Stadt hinaus engagierte Arbeit.“ Dabei sei die neue stellvertretende Vorsitzende Dr. Constanze Priebe-Richter ein echter Gewinn für die Vorstandsarbeit.

veröffentlicht am 25.02.2009 um 10:45 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 17:22 Uhr

Deppmeyer weiter: Die acht Betreuerinnen in der Hospizarbeit haben im letzten Jahr 619 ehrenamtliche Stunden geleistet bei 27 Begleitungen von schwerstkranken oder sterbenden Menschen. Dabei haben sie bei Fahrten über 7000 Kilometer zurückgelegt. Alles in allem, so Deppmeyer, „können wir eine überaus positive Bilanz unserer Arbeit ziehen“. Neben den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen sei den Sponsoren zu danken, „die mit ihrer finanziellen Zuwendung die Hospizarbeit erst ermöglicht haben“.

Der Vorstand des Hospizvereins wird nach seiner Wiederwahl gebildet von Christine Deppmeyer als Erste Vorsitzende, Ingeborg Schumer als Zweite Vorsitzende, Dr. Constanze Priebe-Richter als stellvertretende Vorsitzende, Alfred Hoffmann als Schriftführer und Hans-Joachim Schumer als Schatzmeister.

Wegen der gestiegenen Anforderungen an die Mitarbeiterschaft hat der Hospizverein Rinteln eine Strukturreform vorgenommen und mit Anke Claus und Cornelia Strübe zwei Hospiz-Koordinatorinnen angestellt. Deren Aufgaben unter anderem: Betreuung der Öffentlichkeitsarbeit, Vortragstätigkeit, Erledigung der Büroarbeiten, Koordinierung der Einsätze der Hospizbetreuer.

Deppmeyer hob hervor: „Hier ist viel professionelle Arbeit geleistet worden, was Voraussetzung für eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen gemäß des fünften Sozialgesetzbuches ist.“ Denn erstmals könne die Hospizarbeit gegenüber den Kassen Kosten geltend machen und für Personal und Fortbildung. Obenan stehe jedoch das Bemühen um die eigentliche Hospizarbeit vor Ort in den Familien, wobei die „Ehrenamtlichen bereits am oberen Limit ihrer Leistungsfähigkeit angekommen sind.“

Wer Interesse am Besuch eines stationären Hospizes hat, kann am Freitag, 6. März, mit dem Hospizverein Rinteln in das Hospiz Anselma nach Bad Pyrmont fahren. Treffpunkt ist der Park and Ride-Parkplatz am Bahnhof Rinteln um 18 Uhr. Telefonische Anmeldung bei Ingeborg Schumer unter (05751) 41595.

Darüber hinaus lädt der Hospizverein zu einem Vortrag zum Thema „Menschenkenntnis kann man lernen“ am Mittwoch, 25. März, ab 19.30 Uhr in im Veranstaltungsraum des Kreiskrankenhauses in Rinteln ein.

Dr. Constanze Priebe-Richter (v.l.), Alfred Hoffmann, Christine Deppmeyer, Hans-Joachim und Ingeborg Schumer bilden den Vorstand des Hospizvereins Rinteln. Foto: who




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