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Kopczinsky: „Kindergruppen müssen nicht in jedem Ort gebildet werden“

Für Feuerwehrnachwuchs müssen neue Anreize geschaffen werden

Rolfshagen (la). Der demografische Wandel hat die Auetaler Ortsfeuerwehren während der Jahreshauptversammlungen beschäftigt, denn für die Zukunft müssen die Feuerwehren mit großen Personalproblemen kämpfen. „Der Mitgliederbestand ist zwar mit 182 Personen konstant geblieben und auch in der Jugendabteilung haben wir zurzeit noch einen leichten Anstieg zu verzeichnen, dennoch müssen wir in Zukunft ein größeres Augenmerk auf die Ausbildung und den Nachwuchs legen. Wir müssen neue Anreize für die Kinder und Jugendlichen schaffen“, stellte Ortsbrandmeister Rüdiger Teich während der Jahreshauptversammlung der Stützpunktfeuerwehr im Gasthaus „Zum Kühlen Grund“ fest.

veröffentlicht am 01.02.2011 um 09:21 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 19:42 Uhr

Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Ralf Kopczinsky denkt dabei auch an Zusammenschlüsse von Jugendfeuerwehren, weil er davon ausgeht, dass in Zukunft weniger Betreuer zur Verfügung stehen werden. „Kinderfeuerwehren sind eine gute Sache, aber wir müssen überlegen, ob wirklich jede Ortsfeuerwehr eine eigene Kindergruppe benötigt“, so Kopczinksy.

Die Bilanz der Stützpunktfeuerwehr wurde von einer Vielzahl von Aufgaben und Ereignissen geprägt. 18 Brandeinsätze und Hilfeleistungen standen erfolgreiche Teilnahmen an Wettbewerben und Orientierungsfahrten gegenüber sowie die Mitarbeit im 2. Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd und zahlreiche Veranstaltungen innerhalb der Dorfgemeinschaft.

Entlastet werden die Feuerwehren zukünftig von Einsätzen zur Beseitigung von Ölspuren. Wie Rainer Kuhlmann bekannt gab, wird diese Aufgabe aus haftungsrechtlichen Gründen nicht mehr von den Kommunen, also den Ortswehren, sondern von privatwirtschaftlichen Unternehmen ausgeführt. Rückläufig waren 2010 auch die Einsätze auf der Autobahn. „Dafür waren auch Auetaler Einsatzkräfte im landkreisweiten August-Hochwasser gefordert“, so Kuhlmann.

Bei den Kommandowahlen musste nur über ein Amt abgestimmt werden. Simone Iselt wurde durch einstimmiges Votum der anwesenden 45 Mitglieder wiedergewählt und wird das Amt der Schriftführerin für drei weitere Jahre ausüben.

Eine Anerkennung und Auszeichnung gab es für den Hauptlöschmeister Stephan Meier, der seit 25 Jahren aktiv der Feuerwehr angehört. Für besondere Leistungen, gute Beteiligung an Diensten und Veranstaltungen nahmen Stephan Meier, Thilo Lübker, Marco Solasse, Marian Wiechmann, Ralf Kopczinsky, Simone Iselt, Jörg Waltemathe, Michael Idzinsky, Wilfried Gellermann, Ulf Keßler und Willi Bredemeier kleine Präsente entgegen. Zudem wurden Siegfried Idzinsky zum Oberlöschmeister und Marcus Ellermann zum 1. Hauptfeuerwehrmann befördert.

Während der Jahreshauptversammlung erhielten zudem einige Nachwuchslöscher ihre Jugendflammen. Die Jugendflamme I hatten Miles Belvar und die Geschwister Janns Michel, Ove-Jannisch und Mara-Sophie Kliewer erreicht. Die Jugendflamme II erhielt Jessica Struckmeier. Marco Solasse wechselte aus der Jugend in die aktive Ortswehr, wird dem Nachwuchs aber als stellvertretender Jugendwart weiter zur Seite stehen.




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