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Mahnwache am Montag auf dem Marktplatz / Veranstalter hoffen auf breite Unterstützung

Für Toleranz, Vielfalt und Integration

Bückeburg. Für Toleranz, Vielfalt und Integration, gegen Rassismus und Extremismus: Bückeburg will am Montagabend ein klares Zeichen setzen. Dem Aufruf des Bündnisses für Familie und der Stadt Bückeburg zu einer Mahnwache auf dem Marktplatz haben sich inzwischen viele gesellschaftliche Gruppen, Parteien und Institutionen angeschlossen.

veröffentlicht am 24.01.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 20:41 Uhr

Diese rufen alle Bückeburgerinnen und Bückeburger auf, Flagge zu zeigen und vor dem Hintergrund der Anschläge in Frankreich und der Diskussion um Fremdenfeindlichkeit in Deutschland jeder Form von Menschenhass und religiösem Fanatismus die Rote Karte zu zeigen.

„Viele stehen hinter der Idee dieser Mahnwache, die einfach dem Zeitgeist geschuldet ist,“ erklärt Anka Knechtel vom Bündnis für Familie. Da das Bündnis über Parteien und Religionen stehe, also neutral sei, bilde es einen guten Rahmen für eine solche Veranstaltung. Es sei auch in Bückeburg an der Zeit, für gesellschaftliche Toleranz auf die Straße zu gehen.

Am 26. Januar sind um 18.30 Uhr alle Bückeburger, gleich welcher Religion, Hautfarbe oder Partei, auf den Marktplatz eingeladen. Bürgermeister Reiner Brombach: „Wir sind freiheitsliebend, führen ein weltoffenes Leben. Diese Werte lassen wir uns nicht kaputtmachen!“ Jede feindselige Haltung gegenüber Ausländern müsse im Keim erstickt werden. Im Gespräch mit unserer Zeitung riet Brombach, die Pegida-Bewegung nicht einfach zu ignorieren, sondern sich aktiv mit ihr auseinanderzusetzen.

Der Bürgermeister wird Montag zu den Teilnehmern der Mahnwache sprechen. Außer ihm ergreifen Pastor Dr. Wieland Kastning von der evangelischen Kirchengemeinde und Imam Mehmed Kelec für die Bückeburger Muslime das Wort.

Auch der SPD-Stadtverband und die SPD-Stadtratsfraktion begrüßen die Mahnwache ausdrücklich, wie sie in einer Pressemitteilung ausführen. „Alle gesellschaftlichen Gruppen, Vereine und Verbände unserer Stadt sollten ein deutliches Zeichen dafür setzen, dass in Bückeburg kein Platz für Fremdenhass und jegliche Art von Fanatismus ist,“ heißt es. Um dieses Ziel zu erreichen, habe es in den vergangenen Jahren bereits vielschichtige erfolgreiche Anstrengungen wie die Initiative gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz „Alle unter einem Dach“ und das Kulturfest „Bückeburg ist bunt“ gegeben.

Der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Jens Meier: „Wir wünschen uns eine starke Beteiligung der Bückeburger Bevölkerung, damit deutlich wird, dass es in unserer Stadt eine breite gesellschaftliche Basis gegen Fremdenfeindlichkeit und für eine offene Gesellschaft und Integration gibt.“kk




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