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„Piper Air“ klärt Antennen-Frage

Funk-DSL nur, wenn Raiffeisen auch mitspielt

Pollhagen (gus). Demnächst klärt sich, ob in der Gemeinde Pollhagen ab Juli 2009 DSL-Anschlüsse geschaltet werden können. Die Firma „Piper Air“ trifft sich zu einem Gespräch mit dem Raiffeisen Landbund, um zu erörtern, ob die Verteiler-Antenne auf deren Silo am Kanal postiert werden darf.

veröffentlicht am 24.04.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 18:42 Uhr

Davon, so Gemeindedirektor Walter Hartmann, sei die Erschließung Pollhagens mit Breitband-Technologie abhängig. Möglicherweise muss eine weitere Antenne im Sportplatz-Bereich aufgestellt werden. Demnach sind die technischen Notwendigkeiten also noch immer nicht restlos geklärt.

Die Ankündigung, dass nun der DSL-Starttermin unter Umständen erneut nach hinten verschoben wird, gefiel Heinz Schommerloh (SPD) gar nicht. Schließlich war wegen des dauernden Tauziehens mit der Telekom Ende 2008 der Weg über die Funk-Erschließung eingeschlagen worden. „Am Anfang klang das alles einfacher“, monierte der SPD-Mann.

Friedrich Möller (WGP) hielt dagegen, dass von Beginn an die Antennen-Frage der springende Punkt gewesen ist und zeigte sich weniger verunsichert. Bürgermeister Gerd Wischhöfer mahnte ebenfalls zur Gelassenheit. Er wolle die Ergebnisse des Gesprächs zwischen „Piper Air“ und Raiffeisen abwarten.

Der Schatten der Deutschen Telekom verfolgt die Pollhäger aber noch immer. Hartmann erklärte, dass „Piper Air“ über eine unerwartet hohe Miete für eine Standleitung klagt, die der Netzbetreiber dem Unternehmen in Rechnung stellt. Dies lasse dem Funk-Versorger nicht viel Spielraum beim Kostenrahmen des Pollhäger Netzes. Die Standleitung wird benötigt, um die Funk-DSL-Signale ins Festnetz einzuspeisen.

Bei der Gelegenheit verwies Hartmann darauf, dass „Piper Air“ bei der Pollhäger Gewerbeschau am 3. Mai einen Stand aufbaut. Dort können sich die Bürger über Technik, Tarife und Leistungen des Funk-DSL-Unternehmens aus Hameln informieren.

Die Gemeinde Pollhagen kämpft nunmehr seit drei Jahren um Anschluss an das Breitband-Internet. Anfangs waren bereits zwei Funkanbieter im Gespräch. Später favorisierte der Gemeinderat eine Festnetz-Anbindung. Alle Bemühungen, mit der Telekom eine Lösung zu erzielen, schlugen aber fehl, sodass nun aller Voraussicht nach doch DSL per Funk kommt. Der Kreis schließt sich also.




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