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„Fuß vom Gas“: Ein Dorf ringt um die Lösung

Buchholz. Zu viele und oft auch zu schnelle Autos auf der Bückebergstraße, aber auch auf der Autobahn 2: Das ist das Problem, dem sich Buchholz 2012 stellen will. Im einen Fall mit Baumaßnahmen, im anderen mit einem Rechtsanwalt. Redakteur Dr. Thomas Wünsche hat mit Buchholz’ Bürgermeister Hartmut Krause darüber gesprochen, was das Dorf sich leisten kann.
Herr Krause, Das größte Projekt der Gemeinde dürfte 2012 die Beruhigung des Verkehrs auf der Bückebergstraße sein. Wie ist der Stand der Dinge?
Ja, die Bückebergstraße wird das größte Projekt dieses und des nächsten Jahres werden. Zwar handelt es sich um eine Landesstraße, aber wir als Gemeinde fühlen uns verpflichtet, das Überqueren für Bürger sicherer zu machen. Die Landesbehörde für Straßenbau mit Sitz in Hameln hat den Vorentwurf abgesegnet. Jetzt wird richtig geplant. Mein Ziel, die Straße für durchfahrende Autos so unattraktiv zu machen, dass sie möglichst gar nicht mehr durch Buchholz fahren, rückt dabei aber in immer weitere Ferne. Denn die zuständige Kommission beim Landkreis Schaumburg hat Bedenken. Jetzt wird das alles immer weiter aufgeweicht. Wir müssen nun sehen: Lohnt es sich für Buchholz überhaupt, für dieses Großprojekt so viel Geld in die Hand zu nehmen? Oder wollen wir lieber eine abgespeckte Version? Denn das Konzept ist so aufgebaut, dass sich auch Einzelmaßnahmen realisieren lassen; wir müssen nicht alles zusammen machen. sich leisten kann.

veröffentlicht am 03.01.2012 um 09:47 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 22:21 Uhr

Buchholz. Zu viele und oft auch zu schnelle Autos auf der Bückebergstraße, aber auch auf der Autobahn 2: Das ist das Problem, dem sich Buchholz 2012 stellen will. Im einen Fall mit Baumaßnahmen, im anderen mit einem Rechtsanwalt. Redakteur Dr. Thomas Wünsche hat mit Buchholz’ Bürgermeister Hartmut Krause darüber gesprochen, was das Dorf sich leisten kann.

Herr Krause, Das größte Projekt der Gemeinde dürfte 2012 die Beruhigung des Verkehrs auf der Bückebergstraße sein. Wie ist der Stand der Dinge?

Ja, die Bückebergstraße wird das größte Projekt dieses und des nächsten Jahres werden. Zwar handelt es sich um eine Landesstraße, aber wir als Gemeinde fühlen uns verpflichtet, das Überqueren für Bürger sicherer zu machen. Die Landesbehörde für Straßenbau mit Sitz in Hameln hat den Vorentwurf abgesegnet. Jetzt wird richtig geplant. Mein Ziel, die Straße für durchfahrende Autos so unattraktiv zu machen, dass sie möglichst gar nicht mehr durch Buchholz fahren, rückt dabei aber in immer weitere Ferne. Denn die zuständige Kommission beim Landkreis Schaumburg hat Bedenken. Jetzt wird das alles immer weiter aufgeweicht. Wir müssen nun sehen: Lohnt es sich für Buchholz überhaupt, für dieses Großprojekt so viel Geld in die Hand zu nehmen? Oder wollen wir lieber eine abgespeckte Version? Denn das Konzept ist so aufgebaut, dass sich auch Einzelmaßnahmen realisieren lassen; wir müssen nicht alles zusammen machen. sich leisten kann.

Was soll’s denn kosten?

Die Kosten haben sich mittlerweile mehr als verdoppelt. Anfangs hatten wir noch von netto 175 000 Euro gesprochen. Jetzt sind wir bereits bei netto 370 000 Euro; dazu kommen noch die Planungskosten. Summa summarum sehe ich also Kosten von einer halben Million Euro brutto auf uns zukommen. Das ist eine Hausnummer, bei der man sich fragen kann: Ist es sinnvoll, dass eine Gemeinde so viel ausgibt? Bringt uns die Maßnahme das, was wir wünschen? Will sagen: Werden die Fahrzeuge auch ausreichend ausgebremst?
In jedem Fall müssen wir versuchen, irgendwo Fördermittel her zu bekommen. Leider werden wir aus dem Landesprogramm, aus dem Bad Eilsen und Obernkirchen in Kürze Geld für den Städtebau schöpfen wollen, nichts erhalten; vom Land ist also kein Geld zu erwarten.
Abschließend sage ich: Die Verkehrsberuhigung liegt uns zwar sehr am Herzen, aber sie muss auch wirken. Das Projekt wird am 4. Januar die Arbeitsgruppe des Rates und am 10. Januar den Rat selbst beschäftigen. Die Ausschreibung soll dann Ende 2012 erfolgen, sodass mit Beginn des Jahres 2013 gebaut und das Projekt Ende 2013 abgeschlossen werden kann. Von einer Ausschreibung Ende 2012 erwarten wir uns günstigere Preise.

Mehr morgen in der LZ/SZ.




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