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Trachtengruppe „Dae Aalaester Maikens“ feiert zehnjähriges Bestehen

Ganz anders als alle anderen

Ottensen (gus). Anlässlich des zehnjährigen Bestehens hat der Trachtenverein „Dae Aalaester Maikens“ auf allerhand Kurioses zurückgeblickt. Bis nach New York haben die Mitglieder das Schaumburger Brauchtum getragen.

veröffentlicht am 23.02.2009 um 14:45 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:42 Uhr

Höhepunkt der bisherigen Vereinsgeschichte war nach Worten der Vorsitzenden, Petra Kiparski, die Herausgabe des Buches „Rote Röcke“. Einerseits weil es eine organisatorische Herausforderung gewesen ist, andererseits weil damit Informationen zur Trachtenkultur festgehalten worden sind, die sonst unwiederbringlich verloren gegangen wären.

Um das Fortleben der Tradition im Schaumburger Land macht sich Kiparski keine Sorgen. Schließlich gebe es mittlerweile Vereine, die das Tun der „Maikens“, die sich nicht so sehr dem Trachtentanz sondern der Präsentation und Information über die alte Kleidungsform verschrieben haben, nachahmen. „Je mehr, desto besser“, sagte die Vorsitzende.

Die momentan aktivste Abteilung der Ottenser ist die der Butterfrauen. Diese treten jährlich bei zig Veranstaltungen auf, um das nicht maschinelle Herstellen von Käse und Butter vorzuführen. Ein weiterer Schwerpunkt sei das Organisieren von Ausstellungen, aber auch von Kaffeestuben. Beim Prünmarkt in Bad Nenndorf müssten die „Maikens“ beispielsweise 90 Torten servieren. Angesichts von rund 50 Mitgliedern eine echte Herausforderung.

Den Erlös aus solchen Veranstaltungen spendet die Gruppe für gute Zwecke. Auf diese Weise sind die Trachtenträger schon weit herumgekommen. Kiparski erinnerte mit einem Schmunzeln daran, dass eine Abordnung „in vollem Ornat“ den Sicherheitstrakt von „Schloss Bellevue“ passiert hat. Auch im Schloss Bückeburg, seinerzeit noch bei „Lilly“, waren die „Maikens“ zu Gast. Die bislang weiteste Reise führte nach New York zur Steuben-Parade. Ein echtes Erlebnis, so Kiparski, die den Kontrast zwischen New York und Ottensen nicht unkommentiert ließ.

Stolz ist die Vorsitzende auf Sophie Menschings Sieg beim NDR-Quiz „Leuchte des Nordens“. Und darauf, dass das zweite „Ottenser Mädchen“, Linda Schweer, in der TV-Show Kandidat war. Schweer belegte Platz vier.




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