weather-image
32°
×

NDR sendet live vom Marktplatz / „Mein Nachmittag“ zeigt Bückeburger Postkartenkulisse

Ganz dicht dran: Fernsehen zum Anfassen

Bückeburg (rc/kk). „Ich habe das Gefühl, halb Bückeburg ist heute auf den Beinen,“ rief NDR-Reporterin Sandra Eckardt gestern Nachmittag um 16.20 Uhr den Fernsehzuschauern in Norddeutschland live vom Bückeburger Marktplatz zu. Nun – ein bisschen verwegen war diese Aussage schon. Die Menschenmenge, die die Aufnahmen zur Sendung „Mein Nachmittag“ verfolgte, war eher überschaubar. Doch die, die auf den Markt gekommen waren, erlebten Fernsehen zum Anfassen, ohne lästige Absperrungen oder nervige Einklatscher.

veröffentlicht am 07.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 06:41 Uhr

Kein, aber fein – nach diesem Motto übertrug der NDR aus Bückeburg. Wo üblicherweise Kamera- und Scheinwerferbatterien herumstehen sowie eine große Bühne aufgebaut ist, war „Fernsehen pur“ gefragt. Die Zuschauer durften auf dem von der Sonne aufgeheizten Marktplatz ganz dicht an die Akteure heran. Mussten sie auch, um die Fragen zu verstehen, die Reporterin Sandra Eckardt unter anderem dem Künstler Peter Spielmann und dem Geschäftsführer des Hubschraubermuseums, Dieter Bals, stellte. Denn auch auf eine Lautsprecheranlage war verzichtet worden. Und wer wissen wollte, was zwischen den drei Live-Schaltungen aus dem Studio in Hamburg-Lokstedt gesendet wurde, der hätte zu Hause bleiben sollen, kein Bildschirm zeigte das aktuelle Fernsehprogramm.

Wie Aufnahmeleiter Urs Schilke erklärte, ist das Konzept dieser Sendung, sich auf das Wesentliche zu beschränken: „Wir wollen die Städte und ihre Besonderheiten so zeigen, wie sie sind, ganz authentisch.“ Bückeburg sei der Abschluss der 14-tägigen Sommerreise durch das Weserbergland. „Eine wundervolle Gegend“, schwärmte der Fernsehprofi, der schon viel von Norddeutschland gesehen hat.

Keine Nervosität auch bei Moderatorin Sandra Eckardt. Seit eineinhalb Jahren ist sie dabei, macht monatlich zehn Sendungen. Und auch die unbekannte Aufgabe, die der Moderator zum Schluss der Sendung bisher erfüllen musste, war einem neuen Konzept zum Opfer gefallen.

Den Beteiligten machte es trotzdem einen Riesenspaß, ihre Stadt dem Fernsehpublikum zu präsentieren. Die Trachtengruppe Meinsen-Warber tanzte den Achttourigen, hatte die prachtvolle Hochzeitstracht dabei und zeigte alte Handarbeitskünste.

Peter Spielmann bearbeitete seine Sandsteine, berichtete über seine Arbeit. Dieter Bals machte Werbung für das Hubschraubermuseum, wies auf die Besonderheiten hin. Die Bereiter der Hofreitschule präsentierten auf dem Marktplatz die Hohe Schule, während ihre Chefin Christin Krischke mit Sandra Eckardt plauderte und im Hintergrund der Kammerchor „Cantemus“ sommerliche Weisen anstimmte. Hier wurde wieder einmal Bückeburg von seiner schönsten (Postkarten)-Seite gezeigt, auch wenn unter Kostümen und Trachtenhauben der Schweiß in Strömen floss.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige