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Großrollerfreunde feiern kleines Jubiläum / Seit fünf Jahren regelmäßige Treffen / Genuss beim Fahren im Vordergrund

Ganz in Ruhe „cruisen“ und die Landschaft genießen

Rusbend (mig). Hermann Klapdor ist Rollerfahrer aus Leidenschaft. Mit seinen 73 Jahren ist er zwar der Oldie der „Maxi-Scooter-Gemeinschaft Schaumburg“, fahren kann er aber immer noch wie ein ganz Junger. Nur nicht mehr so schnell: „Ich fahre nur bei schönem Wetter und langsam, genieße die Landschaft“, sagt Klapdor, der vom Motorrad auf den Roller umgestiegen ist.

veröffentlicht am 06.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 07:21 Uhr

Mit seiner Einstellung zur Geschwindigkeit befindet sich Klapdor bei den „Maxi-Scootern“ in bester Gesellschaft. „Der Weg ist das Ziel, wichtig ist die Freude am Fahren“, sagen Sven Müller und Dirk Röbke. Und das schon seit fünf Jahren. 2004 fanden sich einige Großrollerfreunde über das Internet zusammen und begründeten die „Maxi-Scooter-Gemeinschaft Schaumburg“ (ab 125 ccm). Gefeiert wurde das Jubiläum jetzt beim monatlichen Stammtisch.

Rund 30 Mitglieder der Großroller-Gruppe waren an diesem Tag zum Schäferhof nach Rusbend gekommen, um einen Brunch und die anschließende Ausfahrt zum Maislabyrinth Uchte zu genießen.

Platz ist in der Gruppe aber nicht nur für Roller, sondern auch für Motorräder. Sogar eine Harley fährt bei den „Scootern“ mit. Große Unterschiede – zumindest was die Motorisierung angeht – gibt es dabei nicht. Die Großroller haben bis zu 800 ccm, laut Tacho kann man bis zu 160 Stundenkilometer fahren. Am weitesten verbreitet ist dabei die Suzuki Burgmann, wie Dirk Röbke sie fährt. Matthias Liebsch von den Hannoveraner „Tricycle Friends“ hat dagegen ein eher ungewöhnliches Modell gewählt. Seine Piago MP3 hat drei Räder, zwei vorne, eins hinten. „Damit kann man wunderbar in Schräglage fahren“, erzählt Gast Liebsch, „außerdem ist es damit sicherer.“

Sicherheit steht auch bei der nächsten Ausfahrt der Gemeinschaft – in die Heide, man war aber auch schon in Holland – wieder an erster Stelle. Bisher gab es weder Unfälle noch Pannen. „Wir sind Genußfahrer, wir cruisen“, sagt ein Mitglied. Und warum fährt man einen Großroller und kein Motorrad? „Man sitzt bequemer und kann mehr Gepäck laden.“

Termin: Im nächsten Jahr will die Gruppe in Stadthagen das 4. Großrollertreffen der MSG am Pfingstsonnabend mit bis zu 200 Teilnehmern aus ganz Europa ausrichten. Info: www.msg-shg.de




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