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Stadtwerke Schaumburg-Lippe erhöhen zum 1. Januar um durchschnittlich 9,75 Prozent

Gas und Strom werden teurer

BÜCKEBURG. Die Stadtwerke Schaumburg-Lippe werden die Strom- und Gaspreise zum 1. Januar 2019 um durchschnittlich 9,75 Prozent erhöhen. Der Strompreis steigt netto um 1,5 Cent (brutto: 1,79 Cent) auf 23 Cent je Kilowattstunde. Der Gaspreis steigt um 0,6 Cent auf netto 5,85 Cent (brutto: 6,96 Cent). Für einen Durchschnitthaushalt bedeutet das beim Strom und einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden im Jahr eine Mehrbelastung von circa 63 Euro; Gaskunden bezahlen bei einem Verbrauch von 20 000 Kilowattstunden im Jahr circa 142 Euro mehr. Wer einen Kombitarif hat, für den fällt die Steigerung um circa 60 Euro geringer aus.

veröffentlicht am 09.11.2018 um 12:15 Uhr

Die Stadtwerke Schaumburg-Lippe erhöhen zum 1. Januar 2019 ihre Strom- und Wasserpreise um durchschnittlich 12,75 Prozent. Foto: rc
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
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Die entsprechenden Beschlüsse haben die Stadtwerke auf ihrer Aufsichtsratssitzung am Donnerstagabend gefasst wie der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Stadthagen Bürgermeister Oliver Theiß, der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung Bückeburgs Bürgermeister Brombach sowie Eduard Hunker, Geschäftsführer der Stadtwerke am Freitagmorgen im Rahmen eines Pressegesprächs verkündeten. Von den Erhöhungen sind rund 14 000 Gas- und rund 10 000 Stromkunden betroffen. Das Versorgungsgebiet der Stadtwerke erstreckt sich über Bückeburg über Nienstädt nach Stadthagen sowie Obernkirchen und der Samtgemeinde Eilsen.

Wie Hunker ausführte, sind die Steigerungen beim Strom auf den allgemeinen steigenden Preistrend beim Strom zurückzuführen. Zwar sinkt die EEG-Umlage, die Abgabe zur Förderung der erneuerbaren Energien von 6,79 auf 6,405 Cent. Auf der anderen Seiten werden aber andere Preisbestandteile teurer wie etwa das Netzentgelt, das um 1,3 Cent steigt und damit ein „wesentlicher Preistreiber“ ist oder aber eine Haftungsumlage, die vom Gesetzgeber neu eingeführt worden ist. Auch die eigentlichen Beschaffungskosten für Strom sind in den vergangenen Monaten gestiegen.

Im Gasbereich machen sich die „hoch volatilen Märkte“ und der stetig steigende Ölpreis bemerkbar. Die Ölpreisbindung beim Gas ist zwar abgekoppelt, nach wie vor hat der Ölpreis aber eine Vorreiterrolle für den Gaspreis, wie Hunker erläuterte: „Der Markt nimmt, was er kriegen kann. Die Preise sind regelrecht nach oben geschossen.“ Hinzu kommt die vom Gesetzgeber seit dem 1. Oktober eingeführte Bilanzierungsumlage.

Für 2019 schlossen Hunker und die beiden Bürgermeister weitere Preissteigerungen nicht aus. Hunker: „Auf Jahresfrist wollen wir die Preise aber halten.“ Der Strompreis war seit 2016 stabil, der Gaspreis konnte in der Vergangenheit mehrfach gesenkt werden und war seit 2017 unverändert.

Wie Theiß und Brombach betonten, würden die Preissteigerung nicht komplett an die Kunden weitergeben, sondern seien leicht abgerundet worden. Die Stadtwerke folgten weiterhin ihrer Philosophie, Preisänderungen – ob nach oben oder unten – umgehend an die Kunden weiterzugeben: „Sonst werden wir von der Realität schnell eingeholt. Alles andere ist Augenwischerei.“ Nach Angaben Hunkers bewegen sich die Stadtwerke mit ihren Preisen im Mittelfeld der Region. In den kommenden Monaten müssten alle Energieversorger ihre Preise anpassen, einige sind bereits dabei, so Hunker.rc




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