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CVJM Meinsen lädt zum 125-jährigen Kabarettist und Direktor ein

Geburtstagsfeier mit Prominenz

veröffentlicht am 09.09.2016 um 12:37 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:50 Uhr

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Maybach-Mengede tritt bei freiem Eintritt am Freitag, 16. September, um 19 Uhr in der Meinser Kirche auf. Der Bläsergottesdienst ist ebendort für Sonntag, 18. September, um 10.30 Uhr vorgesehen.

Maybach-Mengede gilt weithin als der „Spaßmacher Gottes“. Sein Programm stelle „einen Brückenschlag zwischen Politik und Religion“ dar, hieß es in der ARD. Der Kabarettist tourt unter dem Motto „CSU - Christlich Satirische Unterhaltung“. Der evangelische Pfarrer gewährt auf amüsante Art tiefe Einblicke etwa in die Mühen der Predigtvorbereitung und des Religionsunterrichts. „Ein großer Spaß für alle, die eine neue Sicht auf kirchliches Treiben und Selbstverständnis wagen wollen“, schrieb ein Kritiker.

Für den Bläsergottesdienst wurden als musikalische Leiter der Bundessekretär für Posaunenarbeit im CVJM-Westbund, Klaus Peter Diehl, und Lothar Euen, Kreisposaunenwart des Kirchenkreises Minden, verpflichtet. Die Predigt hält der früher in Meinsen lebende Direktor des theologisch-pädagogischen Seminars „Malche“ (Porta Westfalica).

Der Posaunenchor des CVJM wird im Bläsergottesdienst gemeinsam mit zahlreichen Gastmusikern aufspielen. Fotos: bus

„Die Geschichte unserer Kirchengemeinde ist seit Gründung des CVJM Meinsen am 6. Januar 1891 eng mit der Vereinsgeschichte verbunden“, sagt der Meinser Pastor Ulrich Hinz.

„Zusammen mit dem Verein blickt auch unsere Kirchengemeinde dankbar auf diese lange und lebendige Wegstrecke zurück.“

Seit seinen Anfängen zählte vor allem die Kirchenmusik mit Chorgesang und Posaunenchor zu den Schwerpunkten des Vereinslebens. Vor 75 Jahren stellte der damalige Pastor Siegfried Lessing anlässlich des 50. Jubiläums heraus, „dass der Verein durch seinen treuen Dienst bald ein unentbehrliches Glied im kirchlichen Leben“ der Kirchengemeinde geworden sei.

Bis heute wirken die seit 1979 von Dieter Wilharm-Lohmann geleiteten Musikanten bei den großen christlichen Feiern mit. „Sie verleihen der Frohen Botschaft dadurch einen besonderen Klang“, erklärt Hinz. Ebenso sei der Chor bei vielen Gelegenheiten im dörflichen Leben, durchaus auch mit modernen Tönen, eine hörbare Größe.

Die Geschichte des CVJM Meinsen hat ihre Wurzeln in der sogenannten Erweckungsbewegung. Die „Christlichen Vereine Junger Männer“ (zu denen heute selbstverständlich auch Personen weiblichen Geschlechts zählen) hatten den Zweck, „junge Männer miteinander zu verbinden, welche Jesum Christum nach der Heiligen Schrift als ihren Gott und Heiland erkennen“. In Meinsen waren es die Pastoren Berger und Reischauer, die im Geiste der Erweckungsbewegung wirkten.

Die Gründung ging anno 1891 in der Schule Rusbend unter der Obhut des Lehrers Dohm über die Bühne. Dohm zeichnete fürderhin für die musikalische Leitung und die Schulung verantwortlich. 1912 bekam der enge Zusammenhalt der Vereinsmitglieder mit der Errichtung eines eigenen Hauses auf der Kirchbreite (am heutigen Horstweg) ein auch nach außen hin sichtbares Zeichen. Das Gebäude bot der gesamten Gemeinde Platz für Versammlungen, gesellige Veranstaltungen und Laienspielvorführungen.




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