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Kranz für v. Plettenberg und v. Breitenbuch

Gedenken an zwei Widerstandskämpfer

Bückeburg (nad). 64 Jahre ist es her, dass Offiziere mit dem Attentat auf Adolf Hitler dem Grauen des Nazi-Regimes am 20. Juli 1944 ein Ende bereiten wollten. Zu ihnen gehörte auch Kurt Freiherr von Plettenberg, der am 31. Januar 1891 im Haus der heutigen Hof-Apotheke geboren worden war. Zu seinen Ehren legte die Stadt Bückeburg dort jetzt einen Kranz nieder.

veröffentlicht am 22.07.2008 um 00:00 Uhr

Gleichzeitig wurde mit dieser Zeremonie auch Eberhard von Breitenbuch geehrt, der am 11. März 1944 an einem versuchten Attentat auf Adolf Hitler beteiligt war. Von Breitenbuch lebte zuletzt mit Familie auf seinem Gut Remeringhausen. Den Kranz legten der stellvertretende Bürgermeister Horst Schwarze und Christiane Marx, Rektorin der Herderschule, nieder. Vor vielen Gästen ließ Schwarze das Leben der Widerstandskämpfer Revue passieren. Eberhard von Breitenbuch wurde auf Wunsch der Geschichtswerkstatt der Herderschule unter der Leitung von Klaus Maiwald in die Kranzniederlegung mit einbezogen. Von Breitenbuch wollte am 11. März 1944 Hitler bei einer Besprechung im "Berghof" in Berchtesgaden mit einer Pistole erschießen, kam an diesem Tag jedoch nicht nahe genug an den Diktator heran. Kurt Freiherr von Plettenberg war an den Vorbereitungen für den Staatsstreich am 20. Juli beteiligt, denn er gehörte zum engeren Freundeskreis von Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Anfang März 1945 wurde von Plettenberg verhaftet. Um seine Kameraden unter Folter nicht verraten zu müssen und in Gefahr zu bringen, stürzte er sich schließlich aus einem Fenster des dritten Stockwerkes des Gestapo-Gefängnisses in Berlin.




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