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Ortsbrandmeister stolz auf seine Feuerwehr

„Gefahr im Verzug“: Friederike-Sturmeinsatz löst Kritik aus

WENNENKAMP. Trotz des Sturms war Wennenkamps Feuerwehr ausgerückt, um umgestürzte Bäume von der Wennenkämper Straße zu räumen. Dies hatte Kritik ausgelöst, weil sich letztlich auch die Einsatzkräfte in Gefahr begeben hatten und auch das Einsatzfahrzeug durch einen fallenden Baum beschädigt wurde. Ortsbrandmeister Jörg Großkop machte klar: Es war „Gefahr im Verzug“.

veröffentlicht am 26.02.2018 um 15:31 Uhr
aktualisiert am 26.02.2018 um 16:11 Uhr

„Ich bin stolz auf meine Feuerwehr“, sagte Ortsbrandmeister Jörg Großkop auf der Jahreshauptversammlung. Er darf auch ein wenig stolz auf sich selber sein, hat er doch die erforderlichen Lehrgänge für den Dienstgrad Brandmeister im Schnelldurchgang a
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Autor

Werner Hoppe Reporter
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WENNENKAMP. „Ich bin stolz auf meine Feuerwehr“, schloss Ortsbrandmeister Jörg Großkop seinen Tätigkeitsbericht über das vergangene Dienstjahr auf der Jahreshauptversammlung. Zehn Einsätze hat die Ortsfeuerwehr Wennenkamp im vergangenen Jahr geleistet. Unter anderem bei sechs Hilfeleistungen und bei einem Brand. Ganz frisch in Erinnerung war noch der denkwürdige Besuch des Sturmtiefs „Friederike“ im Taubenberg am 18. Februar. Trotz des Sturms war Wennenkamps Feuerwehr ausgerückt, um umgestürzte Bäume von der Wennenkämper Straße zu räumen. Dies hatte Kritik ausgelöst, weil sich letztlich auch die Einsatzkräfte in Gefahr begeben hatten und auch das Einsatzfahrzeug durch einen fallenden Baum beschädigt wurde. Aber diese Art von Kritik wollte und konnte der Ortsbrandmeister so nicht stehen lassen. Denn auf der blockierten Straße seien zuletzt auch mehrere andere Fahrzeuge eingekeilt gewesen, erinnerte er daran, dass absolute „Gefahr im Verzug“ gewesen sei. Und es gebe keine Alternative, wenn es darum ginge, Menschenleben zu retten, machte er deutlich.

Außer dem Feuerwehrauto hat durch „Friederike“ niemand Schaden genommen. Und die Riesenbeule am Dach des Fahrzeugs wird zurzeit im Werk in Görlitz ausgebügelt, berichtete Stadtbrandmeister Friedel Garbe seiner Heimat-Ortsfeuerwehr. Somit wird das Fahrzeug in Kürze wieder einsatzbereit sein.

Dessen ungeachtet arbeitet die Ortsfeuerwehr Wennenkamp kontinuierlich daran, ihre Einsatzfähigkeit zu erhalten und zu optimieren. Dabei kommt es sogar vor, dass sie gelegentlich auch fern vom Taubenberg unterwegs ist, so wie im vergangenen Jahr bei einem zweitägigen Einsatz mit der Kreisfeuerwehrbereitschaft in Alfeld.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Dirk Hahne (re.) zeichnete Dirk Krämer mit dem silbernen Ehrenzeichen aus. Foto: who
  • Der stellvertretende Kreisbrandmeister Dirk Hahne (re.) zeichnete Dirk Krämer mit dem silbernen Ehrenzeichen aus. Foto: who

Großes Gewicht für den Erhalt und Ausbau der Einsatzfähigkeit kommt bei allen Feuerwehren neben dem Übungsdienst der Ausbildung und der Integration von Nachwuchskräften zu. Auch für diesen Bereich konnte Ortsbrandmeister Großkop Positives berichten, wenn auch vielleicht nicht so umfangreich wie in den Jahren zuvor. Mit Mark Gassenmeyer sollte im Wennnenkämper Feuerwehrgerätehaus erneut ein Eigengewächs aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übernommen werden, die darüber hinaus durch zwei Neueintritte verstärkt wurde.

Der sichtbare Ausdruck für Engagement sowie Aus- und Fortbildung im „Feuerwehr-Handwerk“ sind die Beförderungen. Dabei beförderte Jörg Großkop zunächst Tim Junker zum Oberfeuerwehrmann. Anschließend empfing der Ortsbrandmeister selber den „Ritterschlag“ als neuer Brandmeister. Und nicht zuletzt können Dirk Krämer und Horst Brauns die Jahreshauptversammlung 2018 mit ihrer Ehrung zum 25-jährigen Dienstjubiläum und der Verleihung des silbernen Ehrenzeichens des Landesfeuerwehrverbandes in Erinnerung behalten.




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