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Schwierige Bergungsaktion geht reibungslos über die Bühne / Straßensperrungen und Evakuierungen

Gefahrgut-Waggon schwebt am Kranhaken auf die Gleise

Minden (kk). Eine groß angelegte Absperr- und Evakuierungsaktion hatte am Freitagvormittag ein Eisenbahnunfall in Minden zur Folge. Bei Rangierarbeiten auf dem Betriebsgelände der Mindener Kreisbahnen an der Karlstraße war ein zweiachsiger Kesselwaggon aus den Schienen gesprungen. Da er mit Gefahrgut beladen war, musste bei der Bergung besonders vorsichtig vorgegangen werden.

veröffentlicht am 19.07.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 09:21 Uhr

Der mit 20 Tonnen Chemikalien befüllte Tankwagen war an einer Weiche in der Nähe der Fahrbahn entgleist und stand mit allen vier Rädern auf dem Schotterbett. Für die Bergung musste ein riesiger Kran angefordert werden. Das eingesetzte Spezialfahrzeug kann bis zu 220 Tonnen heben.

Für die Zeit der „Eingleisung“ sperrte die Polizei den Bereich weiträumig ab. Unter anderem waren die Karlstraße und ihre Zufahrten Friedrich-Wilhelm-Straße, Hans-Böckler-Straße, Bodestraße und Hasenkamp nicht passierbar. Über einen vorzeitigen Start ins Wochenende freuten sich zahlreiche Mitarbeiter benachbarter Firmen. Die Gebäude waren vorsichtshalber evakuiert worden. Auch die im Industriehafen liegenden Schiffe waren von der Bergungsaktion betroffen und mussten geräumt werden. Hier war auch die Wasserschutzpolizei im Einsatz.

Nach einigen Stunden stand der Waggon wieder unbeschädigt auf den Gleisen, die Sperrungen konnten aufgehoben werden.

Mit einem 220-Tonnen- Autokran wurde der Gefahrgut-Waggon wieder auf die Schienen gesetzt.

Foto: Polzei




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